Ehemaliger US-Außenminister Colin Powell gestorben | Aktuell Amerika | DW

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Wie seine Familie im Onlinenetzwerk Facebook mitteilte, war es nach einer COVID-19-Erkrankung zu Komplikationen gekommen. Powell sei vollständig geimpft gewesen. „Wir haben einen bemerkenswerten und liebenden Ehemann, Vater, Großvater und einen großartigen Amerikaner verloren“, erklärte die Familie weiter.

Der Vier-Sterne-General war von 2001 bis 2005 unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush erster schwarzer US-Außenminister. Durch einen umstrittenen Auftritt vor den Vereinten Nationen 2003 erlitt sein bis dahin makelloser Ruf erheblichen Schaden. Zur Begründung für einen Einmarsch der USA im Irak hatte Powell vermeintliche Belege für Massenvernichtungswaffen präsentiert, die das Regime in Bagdad gar nicht besaß.

Erster schwarzer Generalstabschef

Vor seiner Zeit als Außenminister war Powell – ebenfalls als erster Afroamerikaner – US-Generalstabschef. Vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen November stellte der Republikaner sich hinter den demokratischen Kandidaten Joe Biden und gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump.

Der ehemalige Präsident George W. Bush teilte mit, er und die ehemalige First Lady Laura Bush seien „tief betrübt“ über Powells Tod. Powell sei ein großartiger Staatsdiener und im In- und Ausland sehr geachtet gewesen. „Und am wichtigsten: Colin war ein Familienmensch und ein Freund.“

uh/jj (afp, rtr, ap)




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