Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen verheerende Waldbrände | Aktuell Europa | DW

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Tausende Feuerwehrleute in Griechenland, Italien und in der Türkei kämpfen weiter gegen verheerende Waldbrände. In der Türkei stieg die Zahl der Todesopfer inzwischen auf sechs. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu brach am Samstag im Badeort Bodrum an der türkischen Ägäis erneut ein Feuer aus, dort hätten Einwohner und Urlauber in Sicherheit gebracht werden müssen.

Russland schickt Löschflugzeuge 

Erste Brände waren am Mittwoch entfacht und hatten sich durch die Hitze und starken Wind rasch entlang der türkischen Mittelmeerküste ausgebreitet. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt, dutzende Dörfer mussten evakuiert werden. Nach Angaben von Landwirtschafts- und Forstminister Bekir Pakdemirli waren zehn Brände am Samstag noch aktiv. 88 weitere seien inzwischen unter Kontrolle. Weil viele der Brände fast zeitgleich in der Nähe von beliebten Touristenorten ausgebrochen waren, ermitteln die Behörden auch wegen Brandstiftung.

BdTD Türkei Waldbrände

Mit einfachsten Mitteln versucht eine Frau im Süden der Türkei, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen

Präsident Recep Tayyip Erdogan dankte unterdessen seinem russischen Kollegen Wladimir Putin für die Entsendung von Hubschraubern und Löschflugzeugen. Der türkische Staatschef steht im eigenen Land in der Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass die Türkei trotz der jährlich immer wieder ausbrechenden Brände über keine Löschflugzeuge verfügt.

Gewaltige Feuer und “historische Hitzewelle” in Griechenland

Im Nachbarland Griechenland wurden bei einem gewaltigen Feuer auf dem Peloponnes laut Staatsfernsehen mindestens 16 Menschen verletzt, mehrere Häuser zerstört. Binnen 24 Stunden brachen auf der Halbinsel 56 Brände aus. Sie konnten inzwischen eingedämmt werden. Die Brandgefahr bleibt aber wegen der Dürre hoch, warnte der Zivilschutz. 

Die griechischen Behörden riefen die Einwohner von vier Dörfern in der Nähe der Stadt Patras auf, sich in Sicherheit zu bringen. Am späten Samstagnachmittag wurde ein weiterer, kleiner Badeort evakuiert. Nach Angaben der Feuerwehr waren 145 Einsatzkräfte, 50 Lastwagen, sowie acht Flugzeuge bei den Löscharbeiten in der Region im Einsatz. Die Autobahn und die Rio-Andirrio-Brücke zum Peloponnes wurden vorsorglich gesperrt.

Waldbrände in Griechenland

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Starker Rauch in der Nähe von Patras – Menschen werden wegen Atemwegsbeschwerden in Krankenhäusern behandelt

Unterdessen dauert im Land die “historische Hitzewelle” – wie zahlreiche Meteorologen sie bezeichnen – an. Nachdem in den vergangenen Tagen die Thermometer Werte bis 43 Grad zeigten, werden am Sonntag stellenweise Temperaturen um die 45 Grad erwartet. Am Montag und Dienstag soll es einen neuen Höhepunkt geben, teilte das griechische Wetteramt mit. Einige Meteorologen befürchteten, diese gefährliche Situation könnte bis zu zwei Wochen andauern.

Auch der Süden Italiens betroffen

Auch auf der italienischen Insel Sizilien wüten weiter Feuer, zuletzt besonders im Osten um die Großstadt Catania. Auch hier werden die Brände durch die anhaltende Hitze, Trockenheit und starke Winde geschürt, einige führen Ermittler auf Brandstiftung zurück. Landwirtschaft, Tiere und Ferienanlagen waren betroffen.

Sizilien Waldbrände

Vom Feuer zerstört – der Strand der sizilianischen Stadt Catania

Zwölf Löschflugzeugen aus der nationalen Flotte sind im Einsatz, weitere Maschinen wurden angefragt. In diesem Jahr hatten betroffene Regionen bereits knapp 560 Mal Löschflugzeuge angefordert. In den drei vorangegangen Jahren waren es im selben Zeitraum deutlich weniger gewesen.

bri/ww (afp, dpa)




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