Empörung über neue Polizeigewalt in den USA | Aktuell Amerika | DW

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Zu dem Vorfall kam es in der Garage eines Hauses in Columbus im Bundesstaat Ohio. Der Bürgermeister von Columbus, Andrew Ginther, zeigte sich “empört” über den Vorfall. Bereits drei Wochen zuvor war in der Stadt ein Afroamerikaner von der Polizei erschossen worden.

Wieder einmal hätten Polizisten einen Schwarzen gesehen und gefolgert, “dass er kriminell und gefährlich sei”, kommentierte der Anwalt Ben Crump. Er vertritt mehrere Familien, die Opfer von Polizeigewalt wurden.

Mit dem Handy in der Hand

Die Aufnahmen zeigen, wie Hill auf den Polizisten zuging. Er hält ein Handy in seiner linken Hand, seine rechte Hand ist nicht zu sehen. Nur wenige Sekunden später feuert der Beamte und Hill bricht zusammen. Der Polizist war wegen eines geringfügigen Vorfalls zu dem Ort gerufen worden. Dabei ging es laut Medienberichten um einen Mann, der in einem Auto saß und dieses wiederholt startete und abschaltete.

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Schon Anfang Dezember war in Ohio ein Schwarzer von der Polizei erschossen worden

Warum der Polizist schoss, ist unklar. Das Video ist ohne Ton. Hill trug keine Waffe. Laut Lokalmedien sollen gegen den Polizisten schon früher Beschwerden wegen unverhältnismäßigen Gewalteinsatzes eingegangen sein.

Er hielt ein Sandwich

Anfang Dezember war in Columbus der 23-jährige Casey Goodson Jr. von einem Polizisten erschossen worden, als er nach Hause zurückkehrte. Nach Angaben seiner Familie hielt er ein Sandwich in seiner Hand. Der Beamte behauptete, er hätte das für eine Schusswaffe gehalten.

Im ablaufenden Jahr gab es in den USA monatelange landesweite Proteste gegen exzessive Gewalt und Rassismus. Ausgelöst wurden die Demonstrationen durch den Tod des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Am Rande der überwiegend friedlichen Proteste kam es wiederholt zu Ausschreitungen.

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haz/pgr (afp, ap, rtr)




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