Entscheidung in Nordzypern vertagt | Aktuell Europa | DW

Entscheidung in Nordzypern vertagt | Aktuell Europa | DW

0 Von


In der international nicht anerkannten Republik Nordzypern müssen Präsident Mustafa Akinci und Regierungschef Ersin Tatar in eine Stichwahl um das Präsidentenamt gehen. Bei der ersten Wahlrunde am Sonntag erhielt der Sozialdemokrat Akinci knapp 30 Prozent der Stimmen, womit er hinter seinem nationalistischen Herausforderer von der Nationalen Einheitspartei (UBP) zurückblieb. Tatar bekam gut 32 Prozent der Stimmen.

Insgesamt hatten sich elf Kandidaten zur Wahl gestellt. Die Entscheidung zwischen den beiden verbliebenen Bewerbern fällt nun in einer Woche. Eigentlich war die Präsidentenwahl schon für April angesetzt, wurde jedoch wegen der Corona-Pandemie verschoben.

Zwei-Staaten-Lösung oder Wiedervereinigung?

Akinci, seit 2015 Präsident, tritt für die Wiedervereinigung Nordzyperns mit dem griechisch geprägten Süden Zyperns ein. Der von der Türkei unterstützte Tatar, Premier seit 2019, will hingegen den Erhalt zweier voneinander unabhängiger Regierungen auf der Mittelmeerinsel.

Die Türkei hält den Nordteil seit 1974 militärisch besetzt und erkennt als einziges Land die Republik Nordzypern an. Die Republik Zypern gehört seit 2004 zur Europäischen Union. Verhandlungen zur Überwindung der Teilung waren 2017 gescheitert.

wa/cw (dpa, afp)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Empfehlung:   Corona-Krise verschärft Kinderarmut | Aktuell Deutschland | DW