Entwarnung nach Hackerangriff auf Wahl-Behörde | Aktuell Deutschland | DW

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Konkret sei am Mittwoch offenbar auf einem Programm eine Software installiert worden. Zuerst hatte „Business Insider“ darüber berichtet. Diese Software ermögliche einen externen Zugriff auf Server und Dateisysteme. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stufe das Ereignis als Cyberangriff im Zusammenhang mit der Bundestagswahl ein, hieß es.

Ein Sprecher des Bundeswahlleiters teilte dazu der Deutschen Presse-Agentur am Abend mit, die schnelle Identifizierung des Schadens zeige, dass die Sicherheitssysteme funktionierten. „Die internen Wahlserver für die Ermittlung des Wahlergebnisses und das Internetangebot des Bundeswahlleiters werden jedoch in separaten Netzen betrieben, es besteht demnach keine Gefahrenlage in Bezug zur Bundestagswahl“, betonte er. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik laufe eine normale Sicherheitsüberprüfung, um jeglichen Schaden ausschließen zu können. Es gebe aber „zum jetzigen Zeitpunkt“ auch „keinen Hinweis, dass Datenabfluss oder Manipulation an dem betroffenen Server stattgefunden hat“, sagte der Sprecher.

Wahlserver nicht betroffen

Auch die Bundesregierung sieht durch den Hackerangriff auf die Behörde von Bundeswahleiter Georg Thiel keine Gefahr für die Bundestagswahl am Sonntag. Interne Wahlserver seien durch den Vorfall „nicht betroffen“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. Insofern drohe auch „keine Gefahr für die Bundestagswahl“.

Zu möglichen Tätern äußerte sich bislang niemand. Dies sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen, so der Sprecher des Bundeswahlleiters. Unbekannte hatten bereits Ende August Server des Bundeswahlleiters angegriffen. IT-Systeme, die für die Bundestagswahl nötig sind, waren aber nicht betroffen.

Phishing-Versuche aus Russland

Der Bundeswahlleiter ist verantwortlich für die Organisation und Überwachung von Wahlen auf Bundesebene. Auf seiner Website werden auch die Ergebnisse der Bundestagswahl veröffentlicht.

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Die Bundesregierung hatte Anfang September scharf gegen russische Beeinflussungsversuche vor der Bundestagswahl protestiert. Dabei soll mit sogenannten Phishing-E-Mails versucht worden sein, an persönliche Anmeldedaten von Bundestags- und Landtagsabgeordneten zu gelangen, um dadurch Identitätsdiebstahl begehen zu können. Der Generalbundesanwalt leitete daraufhin Ermittlungen wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit ein.

jwa/fab (dpa, rtr, afp)




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