Epstein-Vertraute Maxwell schuldig gesprochen | Aktuell Amerika | DW

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Die zwölf Geschworenen des zuständigen Bundesgerichts in New York befanden die 60-jährige Britin in fünf der sechs Anklagepunkte für schuldig, unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken. Die Vorwürfe drehten sich um vier heute erwachsene Frauen und umfassten einen Zeitraum zwischen 1994 und 2004. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Ihr drohen viele Jahre hinter Gittern, womöglich wird sie den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen müssen.

In dem seit November laufenden Prozess hatte die Anklage Ghislaine Maxwell vorgeworfen, über Jahre systematisch Minderjährige für den berüchtigten US-Multimillionär Jeffrey Epstein rekrutiert zu haben, die von dem bis in höchste Kreise bestens vernetzten Finanzinvestor dann sexuell missbraucht wurden. Maxwell habe zudem als Komplizin Epsteins eine zentrale Rolle beim Aufbau eines Rings zum sexuellen Missbrauch von Minderjährigen gespielt.

Maxwell hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert. Sie war im Juni 2020 im Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

USA | Prozess Ghislaine Maxwell

Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein in jungen Jahren

Maxwell ist die Tochter des legendären britischen Verlegers Robert Maxwell (1923-1991) und kam Anfang der 1990er Jahre nach New York. Sie traf Epstein auf einer der zahlreichen Promi-Partys und war damals zeitweise seine Freundin.

Stellvertreterprozess?

Die Verteidigung hatte den Fall von Beginn an als juristische Abrechnung und Stellvertreterprozess dargestellt, da die Staatsanwaltschaft Epstein selbst nicht mehr belangen konnte. Der 66-Jährige war während der Vorbereitung auf den Missbrauchsprozess gegen ihn im August 2019 leblos in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden und im Krankenhaus für tot erklärt worden. Ein Obduktionsbericht stellte Suizid fest.

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Der schwerreiche Investor, der mit bekannten Größen aus Politik und Gesellschaft wie den früheren Präsidenten Bill Clinton und Donald Trump und Microsoft-Gründer Bill Gates verkehrte, soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. In den Missbrauchsskandal ist auch der britische Prinz Andrew, Sohn von Königin Elizabeth II., verstrickt. Er ist ein langjähriger Freund von Maxwell. Gegen Andrew gibt es belastende Zeugenaussagen, seine Anwälte kämpfen mit allen Mitteln dagegen.

qu/pgr (dpa, afp, rtr)




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