Epstein-Vertrauter: Tod in der Gefängniszelle | Aktuell Europa | DW

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Der französische Modeunternehmer Jean-Luc Brunel, der wegen des Verdachts der Vergewaltigung Minderjähriger inhaftiert war, ist tot in seiner Gefängniszelle gefunden worden. Die Nachrichtenagentur AFP schreibt unter Berufung auf informierte Kreise, Brunel sei durch Erhängen gestorben. Die Staatsanwaltschaft in Paris bestätigte den Fund des Leichnams, jedoch nicht die mutmaßliche Todesart.

Der Gründer von Modelagenturen war im Dezember 2020 am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle festgenommen worden, als er das Land verlassen wollte. Zuvor hatten ihm mehrere frühere Models schwere sexuelle Gewalt vorgeworfen. Ermittelt wurde zunächst wegen Vergewaltigung von Minderjährigen über 15 Jahren sowie sexueller Belästigung in zwei Fällen. Im Juni folgte ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen.

Verbindungen zum Fall Epstein

Brunel, der 76 Jahre alt wurde, hatte mehr als ein Jahr lang in Untersuchungshaft gesessen. Er wurde zudem verdächtigt, für den US-amerikanischen Multimillionär Jeffrey Epstein junge Frauen oder Mädchen kontaktiert zu haben. Bereits im August 2019 hatte die französische Justiz Untersuchungen gegen Brunel im Zusammenhang mit dem Fall Epstein eingeleitet. Dieser soll jahrelang Minderjährige und junge Frauen vergewaltigt, sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben.

Frankreich Paris 2019 | Immobilie von Jeffrey Epstein

Nahe dem Triumphbogen in Paris besaß der Brunel-Vertraute Jeffrey Epstein ein Luxus-Appartement (Archivbild)

Epstein, der mit Prominenten aus Politik und Gesellschaft wie dem Ex-US-Präsidenten Bill Clinton, dem Immobilienunternehmer und nachmaligen US-Präsidenten Donald Trump oder dem britischen Prinzen Andrew verkehrte, wurde im Juli 2019 in den USA festgenommen. Einen Monat später fanden ihn Gefängnismitarbeiter leblos in seiner Zelle. Nach offiziellen Angaben hatte Epstein sich selbst tödliche Verletzungen zugefügt.

„Er nimmt einige Geheimnisse mit ins Grab“

Das Verfahren gegen Brunel, der mehrfach seine Unschuld beteuert hatte, wird nun eingestellt, sofern es keine Beschuldigungen gegen weitere Beteiligte gibt. Die Anwältin der Nebenkläger, Anne-Claire Le Jeune, sprach von „Frustration und Bitterkeit“ darüber, „keine Gerechtigkeit erlangen zu können – wie bei den Opfern von Epstein“. Brunel nehme einige Geheimnisse mit ins Grab.

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jj/qu (dpa, afp)




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