Erdogan empfängt saudischen Kronprinz in Ankara | Aktuell Nahost | DW

Erdogan empfängt saudischen Kronprinz in Ankara | Aktuell Nahost | DW

0 Von


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan empfing Mohammed bin Salman mit einer Zeremonie in Ankara – ein weiterer Schritt einer diplomatischen Annäherung seit dem Mord. Der Besuch des Kronprinzen wurde aber auch von scharfer Kritik begleitet.

Regierungskritiker Khashoggi wurde in Istanbul getötet

Der Journalist und Regierungskritiker Khashoggi war im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. US-Geheimdienste sehen den Kronprinzen als Drahtzieher. Das Königshaus weist das zurück. Auch die türkische Regierung hatte Anschuldigungen gegen Saudi-Arabien erhoben und den Mord im eigenen Land verhandelt – das Gerichtsverfahren zur Empörung vieler dann im April aber an Saudi-Arabien abgegeben.

Hatice Cengiz

Khashoggis Verlobte Hatice Cengiz kritisierte den Besuch des saudischen Kronprinzen (Archivbild)

Khashoggis türkische Verlobte Hatice Cengiz kritisierte den Besuch des Kronprinzen und schrieb auf Twitter: „Sein Besuch in unserem Land ändert nichts an der Tatsache, dass er ein Mörder ist.“ Diplomatische Bemühungen könnten Ungerechtigkeit und Unrecht nicht legitimieren.

Erdogan besuchte im April Saudi-Arabien

Erdogan war im April erstmals seit dem Mord nach Saudi-Arabien gereist und hatte erklärt, die Beziehungen intensivieren zu wollen. Beobachter sehen hinter der Annäherung vor allem wirtschaftliche Interessen. Die Türkei steckt in einer Währungskrise mit mehr als 70 Prozent Inflation.

Offizielles Staatsoberhaupt von Saudi-Arabien ist eigentlich König Salman. Mit 86 Jahren ist dieser aber zunehmend altersschwach und hat viele Befugnisse an seinen Sohn Mohammed übergeben. Dieser ist seit Juni 2017 Kronprinz und schon jetzt faktischer Herrscher des streng konservativen Königreichs. König Salman hatte die Türkei im April 2016 besucht.

US-Präsident reist nach Saudi-Arabien

Kronprinz Mohammed war wegen des Kashoggi-Mords international teilweise isoliert. Inzwischen gibt es auch mit anderen Ländern wieder eine Annäherung. Im Juli wird etwa US-Präsident Joe Biden im Königreich erwartet.

Empfehlung:   Belarus will weniger US-Diplomaten in Minsk | Aktuell Welt | DW

nob/uh (dpa, afp)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.