Erdogan verkündet neuen Erdgasfund | Aktuell Asien | DW

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Das Bohrschiff “Fatih” habe im nördlichen Gasfeld Sakarya weitere 135 Milliarden Kubikmeter entdeckt, teilte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit. Nach seinen Worten will die Türkei die Vorkommen ohne ausländische Hilfe und ohne Finanzierung von außen ausbeuten.

Analysten reagieren skeptisch auf die Ankündigung des Präsidenten: Tiefseebohrungen seien teuer – und die tatsächlichen Fördermengen oftmals deutlich kleiner als die Größe des Gasfunds, hieß es.

Nicht der erste Fund der “Fatih”

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Türkei im Sakarya-Feld ein Gasvorkommen mit 405 Milliarden Kubikmeter gemeldet – den bisher größten Fund im Schwarzen Meer. Eine unabhängige Bewertung ist bis heute nicht bekannt.

Türkisches Bohrschiff Fatih

Die “Fatih” sucht seit Juli 2020 nach Gas im Schwarzen Meer

Die Türkei verbraucht jährlich zwischen 45 Milliarden und 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Einen Großteil davon muss das Land aus anderen Staaten wie Russland, dem Iran und Aserbaidschan importieren.

Im Bemühen um größere Unabhängigkeit sucht sie auch im östlichen Mittelmeer nach Gas. Das sorgte im vergangenen Jahr für Konflikte mit den EU-Mitgliedern Griechenland und Zypern, die das Gebiet mit den vermuteten Gasvorkommen für sich beanspruchen.

wa/ml (afp, rtr, dpa)




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