Erinnerung an den Sieg über Jerusalems Osten | Aktuell Nahost | DW

Erinnerung an den Sieg über Jerusalems Osten | Aktuell Nahost | DW

0 Von


Tausende Nationalisten sind bei einem umstrittenen Flaggenmarsch durch Jerusalem gezogen. 5000 Teilnehmer schwenkten bei der Veranstaltung Israel-Flaggen. Bei Zusammenstößen mit der Polizei in der Nähe der Jerusalemer Altstadt waren zuvor 27 Palästinenser verletzt worden, wie israelische Medien unter Berufung auf den palästinensischen Rettungsdienst Roter Halbmond berichteten.

2000 Polizisten im Einsatz

Die Route sollte ursprünglich durch das muslimische Viertel der Jerusalemer Altstadt führen, was Palästinenser als besondere Provokation empfanden. Nach Angaben der Jerusalemer Stadtverwaltung sicherten etwa 2000 Polizisten die Kundgebung ab. 

Mit dem Flaggenmarsch gedenken nationalistische Israelis der israelischen Besetzung von Ost-Jerusalem im Sechs-Tage-Krieg 1967. Israel hatte den Ostteil der Stadt 1980 annektiert. Die Annexion wird international nicht anerkannt. Israel hat ganz Jerusalem zu seiner “unteilbaren” Hauptstadt erklärt, während die Palästinenser Ost-Jerusalem zur Hauptstadt ihres eigenen künftigen Staates machen wollen.

Auch 54 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg soll die Erinnerung an die militärischen Erfolge wachgehalten werden.

Auch 54 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg soll die Erinnerung an die militärischen Erfolge wachgehalten werden

Erst im Mai war es zu schweren Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern in Ost-Jerusalem gekommen. Die Krawalle mündeten in eine elftägige Gewalteskalation zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Dabei wurden mehr als 270 Menschen getötet, die meisten der Opfer waren Palästinenser.

“Das zarte Band der Koexistenz bewahren”

Der neue israelische Minister für innere Sicherheit, Omer Bar-Lev, hatte noch am Montag Bedenken wegen des Marsches zu zerstreuen versucht: “Das Demonstrationsrecht ist ein Recht in allen Demokratien. Die Polizei ist bereit und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um das zarte Band der Koexistenz zu bewahren.” Die Armee verlegte laut einem Bericht der “Jerusalem Post” dennoch zusätzliche Kräfte ins Westjordanland.

Fatah und Hamas, die beiden größten Palästinenserorganisationen, riefen als Reaktion zu einem “Tag des Zorns” auf. Der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtajjeh verurteilte den Marsch als “Provokation und Aggression gegen unser Volk, Jerusalem und seine Heiligtümer, die ein Ende haben muss”. Ein Sprecher der Hamas erklärte inzwischen, dass Vermittler an bewaffnete palästinensische Gruppen appelliert hätten, “sich nicht auf eine militärische Eskalation auf der Grundlage des Marsches einzulassen”. Er betonte jedoch: “Alle Optionen bleiben auf dem Tisch.”

Empfehlung:   Der Druck auf Moskau im Fall Nawalny wächst | Aktuell Europa | DW

sti/jj (afp, dpa, rtr)

   




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.