Erneut Hunderte Schülerinnen in Nigeria verschleppt | Aktuell Afrika | DW

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Bewaffnete hätten in der Nacht zum Freitag rund 300 Mädchen aus einer weiterführenden Schule im Bundesstaat Zamfara verschleppt, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Angaben örtlicher Behörden. Ein Sprecher des Bundesstaates sagte der Agentur Reuters, am frühen Morgen seien unbekannte Männer gekommen, hätten um sich geschossen und die Schülerinnen verschleppt. Sie seien zum Teil mit Fahrzeugen, zum Teil auch zu Fuß weggebracht worden. Sicherheitskräfte suchten die Gegend nach ihnen ab.

Augenzeugen berichten, die Angreifer hätten sich als Bewacher ausgegeben und seien so in die Schlafsäle des staatlichen Mädcheninternats in der Stadt Jangebe eingedrungen. Weil keine Wachleute oder Polizisten anwesend waren, konnten sich die Kidnapper dem Zeitungsbericht zufolge stundenlang auf dem Gelände aufhalten und die Schülerinnen verschleppen. Wer hinter der Tat steckt, ist unklar.

Nigeria Kagara | Schild des Government Science College

Dieses Schild des Government Science College in Kagara wurde von Schüssen durchlöchert

Überfall in Kagara

Die Attacke kommt gut eine Woche nach dem Angriff auf eine Schule in Kagara im angrenzenden Bundesstaat Niger. Dort wurden 42 Schüler und Mitarbeiter einer Schule von einer bewaffneten Bande entführt. Bei dem Überfall kam ein Kind ums Leben. Die Regierung verhandelt Medienberichten zufolge noch mit den Entführern über ihre Freilassung.

Im Norden Nigerias wurden bereits Hunderte Menschen bei Überfällen durch Banden getötet, die Bewohner ausrauben und verschleppen. Häufig geht es um Lösegeld. Zudem tyrannisiert die radikal-islamistische Terrorgruppe Boko Haram die Bevölkerung im Nordosten des Landes. Boko Haram hat nach Schätzungen der UN-Organisation UNICEF seit 2013 mehr als tausend Kinder in Nigeria verschleppt. Die nigerianische Regierung sieht Anzeichen für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Boko Haram und örtlichen Banden.

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Kidnapping in Katsina

Vor knapp zwei Monaten entführte die islamistische Terrorgruppe im nördlich gelegenen nigerianischen Bundesstaat Katsina Hunderte Schulkinder, ließ sie eine Woche später aber wieder frei. Unklar blieb, ob Lösegeld gezahlt wurde. Im April 2014 verschleppten die Extremisten in Chibok im Bundesstaat Borno 276 Schülerinnen. Die Tat sorgte international für Entsetzen und löste eine von Prominenten unterstützte Solidaritätskampagne aus. 107 Mädchen wurden seither von Sicherheitskräften befreit oder konnten fliehen, von den anderen 112 Mädchen fehlt noch immer jede Spur.

kle/gri (rtr, epd, dpa, afpe)




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