Erschütternde Bilanz nach Hurrikan ″Ida″ | Aktuell Amerika | DW

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“Mit Bedauern muss ich berichten, dass bis jetzt mindestens 23 Menschen aus New Jersey durch den Sturm ums Leben gekommen sind”, schrieb Gouverneur Phil Murphy am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter. Die meisten dieser Todesopfer seien in ihren Fahrzeugen von den Fluten eingeschlossen worden.

Der an New York grenzende Bundesstaat wurde – wie auch Pennsylvania – außerdem von sechs Tornados heimgesucht, die in der Folge von “Ida” entstanden. Die Windgeschwindigkeiten erreichten teilweise mehr als 200 Stundenkilometer und sorgten für weitere Verwüstungen in der sowieso schon weitgehend zerstörten Region.

Hurrikan Ida I Unwetter

New Jerseys Gouverneur Phil Murphy spricht nach einem Tornado mit Anwohnern in Mullica Hill

Erstmals “Sturzflut-Notlage” in New York

Auch in der Metropole New York kam es zu verheerenden Sturzfluten, überschwemmten U-Bahn-Stationen und zerstörten Häusern. Außerdem waren im Großraum New York nach offiziellen Angaben mehr als 20 Tote zu beklagen.

USA I Hurrikan Ida

Verwüstete Wohnung nach den Sturzfluten im New Yorker Stadtteil Queens

Der Nationale Wetterdienst rief erstmals in der Geschichte der Millionenstadt eine “Sturzflut-Notlage” aus. Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem “historischen Wettereignis” mit “Rekord-Regenfällen in der ganzen Stadt, heftigen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen”.

Betroffen waren in New York unter anderem die Stadtteile Manhattan, Brooklyn und Queens. Dort starben mindestens neun Menschen. Acht von ihnen hätten sich nicht aus ihren Kellern retten können, erklärte die Polizei. Die Opfer waren zwischen zwei und 86 Jahre alt.

USA I Hurrikan Ida I Joe Biden

“Die Nation ist bereit zu helfen”, verspricht US-Präsident Joe Biden vor seiner Reise ins Katastrophengebiet

Biden kündigt Unterstützung an

“Ida” war am Wochenende als Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier im Südstaat Louisiana auf Land getroffen. Der Wirbelsturm richtete dort verheerende Schäden an, schwächte sich in der Folge ab und zog weiter Richtung Nordosten der USA.

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US-Präsident Joe Biden wird am Freitag in Louisiana erwartet, er will sich dort ein Bild vom Ausmaß der Schäden machen. Nach wie vor haben in dem Bundesstaat mehr als 900.000 Haushalte keinen Strom. Biden will den Betroffenen die Unterstützung der Regierung zusichern: “Die Nation ist bereit zu helfen”, sagte der Präsident vor seiner Reise.

Erst vor eineinhalb Wochen hatte der Tropensturm “Henri” im Nordosten der USA für Stromausfälle und Überschwemmungen gesorgt.

mak/gri (afp, dpa, rtr)




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