Esken und Klingbeil führen die SPD | Aktuell Deutschland | DW

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Saskia Esken und Lars Klingbeil sind die neuen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Hinter die Doppelspitze stellte sich eine große Mehrheit der Delegierten auf dem Bundesparteitag. Esken wurde mit 76,7 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt, Klingbeil erhielt 86,3 Prozent. Da die Wahl wegen der Corona-Pandemie digital abgehalten wurde, muss das Ergebnis noch schriftlich bestätigt werden.

Klingbeil hatte zuvor für Geschlossenheit geworben. Zwar mache Vielfalt die Partei stark – „aber am Ende sind wir eine SPD“, sagte er auf dem Parteitag in seiner Bewerbungsrede. Der Erfolg der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl sei „über das Teamplay“ gekommen. Dies wolle er fortsetzen, sagte der bisherige Generalsekretär. Ein Sieg reiche nicht: „Ich will mehr.“

„Wie können wir das Beste für die Menschen erreichen?“

Die SPD sei dann stark, wenn sie sich nicht um sich selbst drehe, sondern die Frage in den Mittelpunkt stelle, „wie können wir eigentlich das Beste für die Menschen erreichen“. Darum müsse es auch in der täglichen Politik gehen. Der 43-Jährige kündigte einen Führungsstil an, der auf Teamarbeit setze und auf lautstarke Ansagen verzichte.

Deutschland | Bundesparteitag der SPD

Wegen der Corona-Pandemie wird der Parteitag überwiegend digital abgehalten

Seine Partei müsse die Menschen im Land nicht vor dem Wandel bewahren, etwa bei notwendigen Anstrengungen für den Klimaschutz. Vielmehr müsse die SPD „im Wandel an ihrer Seite stehen“, so Klingbeil. Er wolle nicht zulassen, „dass man verächtlich auf diejenigen guckt, die heute Dieselmotoren zusammenschrauben“, sagte der Niedersachse, der dem konservativen Seeheimer Kreis der Sozialdemokraten angehört.

„Dieses Land gerechter machen“

Auch Esken rief die Sozialdemokraten dazu auf, nach dem „großartigen Wahlsieg“ an einer Fortsetzung dieses Erfolgs zu arbeiten. „Wir werden dieses Land stärken, und wir werden es gerechter machen“, versicherte die alte und neue Parteichefin. Sie verwies auf die geplante Erhöhung des Mindestlohns, Investitionen in Bildung und die neue Kindergrundsicherung.

Deutschland | Bundesparteitag der SPD | Norbert Walter-Borjans

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Der frühere Finanzminister in Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, trat nicht mehr für den SPD-Vorsitz an

Esken gehört dem linken Parteiflügel an. Die 60-Jährige wurde in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart geboren und lebt heute im Nordschwarzwald. Seit zwei Jahren ist sie Ko-Vorsitzende der SPD.

Klingbeil war vier Jahre lang Generalsekretär der Partei. In dieser Zeit erlebte er insgesamt acht Vorsitzende, zuletzt Esken und deren Tandempartner Norbert Walter-Borjans. Dieser trat auf dem Parteitag nicht noch einmal an.

Die SPD stellt mit Olaf Scholz den neuen Bundeskanzler. Er löste Angela Merkel von der CDU ab; die Union hatte eine große Koalition mit den Sozialdemokraten gebildet. Nun schloss sich die SPD mit den Grünen und der FDP zur ersten Ampelkoalition auf Bundesebene zusammen.

jj/hf (dpa, afp, rtr)




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