EU-Behörde: Omikron schon bald in Europa dominant | Aktuell Europa | DW

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Es besteht ein „sehr hohes Risiko“, dass sich die Omikron-Variante des Coronavirus Anfang nächsten Jahres in Europa durchsetzen wird – so das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). „Impfen allein wird hier nicht ausreichen“, machte ECDC-Direktorin Andrea Ammon in Stockholm deutlich. Die Zeit sei zu knapp, um die noch immer zu geringe Impfquote in Europa ausreichend zu erhöhen. Die EU-Behörde stuft das öffentliche Gesundheitsrisiko durch Omikron als „sehr hoch“ ein.

„Zusätzliche Hospitalisierungen und Todesfälle“

Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass die neue Virusvariante zu zusätzlichen Hospitalisierungen und Todesfällen über das bereits wegen der derzeit noch dominierenden Delta-Variante prognostizierte Maß hinaus führen werde. Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, müssten rasch wieder Beschränkungen eingeführt oder verstärkt werden, mahnt das ECDC. Arbeitnehmer sollten möglichst wieder von zu Hause aus arbeiten. Bei Feiern und Reisen rund um die Feiertage sollten Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Der Hoffnung auf eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus erteilte Ammon zudem im „Handelsblatt“ eine Absage: „Das gibt es bei anderen Virus-Erkrankungen wie der Influenza ja auch nicht“, sagte sie der Zeitung. „Insofern ist es ein Wunschdenken, dass diese Pandemie irgendwann wieder verschwindet. Zumindest nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren.“

Symbolbild Corona im Jahr 2022

Wird das kommende Jahr das Omikron-Jahr?

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet, dass die Omikron-Variante schon bald in Europa vorherrschen wird. Als Zeitpunkt hierfür nannte sie unter Verweis auf die Wissenschaft Mitte Januar. Die neue Variante sei „offensichtlich noch ansteckender“ als die bisherigen, sagte von der Leyen vor dem EU-Parlament in Straßburg.

Ursula von der Leyen

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Ursula von der Leyen warnt in Straßburg vor der Omikron-Variante

Nach Großbritannien greift die Omikron-Variante derzeit besonders im nördlichsten deutschen Nachbarland Dänemark rasant um sich. Generell sind dort die Corona-Infektionszahlen etwa vier Mal so hoch wie noch Anfang November. Das staatliche Institut SSI geht davon aus, dass Omikron zumindest in der Hauptstadtregion Kopenhagen noch im Laufe dieser Woche zur dominierenden Variante wird. Gleichzeitig rechnet das Institut mit mehr als 10.000 Omikron-Fällen täglich. Dänemark hat knapp 5,9 Millionen Einwohner.

2,2 Milliarden Euro für zusätzliche Impfstoffe 

In Deutschland gab der Haushaltsausschuss des Bundestags 2,2 Milliarden Euro frei, um zusätzliche Corona-Impfstoffe zu beschaffen. Die Vakzine würden in der vierten Welle dringend benötigt, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. „Die neue Omikron-Variante stellt uns vor große Herausforderungen.“ Mit dem Geld sollen 92 Millionen Dosen der Hersteller BioNTech und Moderna besorgt werden.

se/rb (afp, rtr, dpa, kna)




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