EU will im Ukraine-Konflikt mitreden | Aktuell Europa | DW

EU will im Ukraine-Konflikt mitreden | Aktuell Europa | DW

0 Von


„Es gibt keine Sicherheit in Europa ohne die Sicherheit der Ukraine“, sagte der EU-Außenbeauftragte bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Bei jeglichen Gesprächen müssten daher sowohl die Ukraine als auch die EU beteiligt werden. Der Regierung in Kiew sicherte Josep Borrell die „volle Unterstützung“ der EU zu.

Mehrtägiger Besuch Borrells

Borrell war am Dienstag für einen dreitägigen Besuch in die Ukraine gereist. „Die Ukraine ist Teil Europas“, unterstrich er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Dmitri Kuleba. Gemeinsam hatten Borrell und Kuleba zuvor den Osten der Ukraine besucht, wo sich ukrainische Truppen und prorussische Kämpfer seit 2014 gegenüberstehen.

Ukraine | Dimitri Kuleba, Außenminister & Josep Borrell, EU

Der ukrainische Außenminister Dimitri Kuleba (l.) zeigt dem EU-Außenbeauftragten den Weg

Die EU befürchtet, bei den Gesprächen zwischen den USA und Russland über den Ukraine-Konflikt übergangen zu werden. Borrell hatte bereits im Dezember eine enge Einbindung der EU in die bevorstehenden Beratungen über den Ukraine-Konflikt gefordert. Russland habe nicht das Recht zu definieren, „welche Art von Beziehungen die Ukraine und die Europäische Union haben sollten“, sagte auch Kuleba.

Fahrplan der Gespräche steht

Am Freitag wollen die NATO-Außenminister zunächst in einer Krisensitzung über den Umgang mit Russland im Ukraine-Konflikt beraten. Am Sonntag und Montag werden Regierungsvertreter aus den USA und Russland in Genf über den Konflikt sprechen. Zwei Tage später soll es dann Gespräche zwischen Russland und der NATO geben.

Deutschland Jens Plötner

Jens Plötner – Außenpolitik-Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz – verhandelt bereits in Moskau (Archivbild)

Der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz, Jens Plötner, befindet sich nach Regierungsangaben bereits zu Beratungen in Moskau. „Wir sind sehr froh, dass es zu diesen Gesprächen kommt“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes betonte die Bedeutung des Normandie-Formats, also Gespräche unter Beteiligung von Russland, der Ukraine, Frankreich und Deutschland, für die Beilegung des Konflikts in der Ostukraine.

Empfehlung:   Rekordanstieg bei Corona-Neuinfektionen | Aktuell Deutschland | DW

Moskau dementiert Angriffspläne

Ein massiver russischer Truppenaufmarsch mit geschätzt etwa 100.000 Soldaten im Grenzgebiet zur Ukraine schürt im Nachbarland wie im Westen Ängste, dass eine russische Invasion bevorstehen könnte. Moskau dementiert jedoch jegliche Angriffspläne.

nob/se (afp, dpa, rtr)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.