Europa befreit sich aus dem Lockdown | Aktuell Europa | DW

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Die niederländische Regierung hat das “Ende des Lockdowns” verkündet. Ab dem 5. Juni würden auch die Innengastronomie, Museen und Kinos im Land wieder geöffnet, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an. “Wir gehen ein kalkuliertes Risiko ein”, meinte er. “Sollten in der kommenden Woche die Zahlen wieder hochgehen, haben wir eine andere Situation.” Seinem Expertenteam zufolge sei dies aber “unwahrscheinlich”.

Bereits seit Ende April ist in den Niederlanden die Außengastronomie wieder geöffnet, auch eine umstrittene Ausgangssperre wurde damals aufgehoben. Im Mai traten in dem Land weitere Lockerungen in Kraft. Unter anderem durften Zoos öffnen und Prostituierte ihre Arbeit wieder aufnehmen. Wann in den Niederlanden die noch bestehende Quarantänepflicht für Einreisende aufgehoben wird, ist noch unklar. 

“Weitgehend normaler Sommer”

Österreich erlaubt ab Juli wieder volle Stadien, Konzertsäle und Theater. Die Obergrenzen für die Besucherzahl bei Veranstaltungen im Freien und in Gebäuden fielen dann weg, teilte die Regierung in Wien mit. Voraussetzung sei immer, dass die Besucher getestet, genesen oder geimpft seien. Während bei Veranstaltungen sogar die Maskenpflicht aufgehoben wird, bleibt sie allerdings in Supermärkten sowie in Bussen und Bahnen bestehen.

Grundlage für alle anstehenden Lockerungen sei die insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung sowohl bei der Zahl der Neuinfektionen als auch bei der immer geringeren Belegung der Klinikbetten mit Corona-Patienten, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Angesichts des Impffortschritts sei nicht davon auszugehen, dass sich die Lage wieder zuspitze. Er sei froh, dass das Versprechen eines weitgehend normalen Sommers erfüllt werden könne, so Kurz.

Österreich | Coronavirus | Bundeskanzler Sebastian Kurz

Will wieder Optimismus ausstrahlen: Österreichs Regierungschef Kurz

In den Feriengebieten sei die Buchungslage bereits über Pfingsten sehr gut gewesen, ergänzte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. “Wir sehen in den Prognosen, dass sich das fortsetzen wird.”

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“Weiße Zonen” in Italien

Italiens Regierung will die Corona-Beschränkungen in einigen Regionen schneller lockern. Bereits ab kommenden Montag werden die Adria-Region Molise, die beliebte Urlaubsinsel Sardinien und Friaul-Julisch Venetien im Nordosten wegen der guten Infektionslage als sogenannte Weiße Zone ausgewiesen. Dort entfällt etwa die nächtliche Ausgangssperre, auch Freizeitparks und Kulturzentren dürfen wieder öffnen.

Um auf Feste gehen zu können, müssen Gäste entweder einen negativen Corona-Test, eine überstandene Infektion oder ausreichenden Impfschutz nachweisen. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleibt weiterhin bestehen.

Frohe Kunde für Mallorca-Fans

Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca öffnen derweil immer mehr Hotels. Nach dem harten Pandemie-Winter mit vielen Einschränkungen sind dort bereits mehr als 300 Häuser (knapp 40 Prozent) wieder in Betrieb, wie der örtliche Hotelierverband FEHM bekantgab. Das sind 65 Prozent mehr als noch vor zwei Wochen.

Wer das schöne Wetter auf den Balearen genießen möchte, muss trotz der relativ entspannten Lage aber weiterhin einige Regeln beachten. Zwischen Mitternacht und sechs Uhr gilt auf allen Inseln eine Ausgangssperre. Innengastronomie gibt es lediglich bis 18 Uhr und unter Auflagen. An einem Tisch dürfen – wie auch draußen – maximal vier Personen Platz nehmen.

Tableau | Menschen an Strand auf Mallorca

Füllt sich langsam wieder mit Touristen: Strand auf Mallorca

Deutschland erleichtert Einreise

Deutschlands Regierung entschärft derweil die Einreisebeschränkungen für weitere EU-Staaten. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts (RKI) werden die Niederlande und Zypern am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit wird die generelle Quarantänepflicht für Einreisende aus diesen Ländern aufgehoben. Durch einen negativen Corona-Test bei Einreise kann man dann zehn Tage Isolation umgehen.

Drei weitere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen: Polen, Ungarn und Bulgarien, ebenso wie Liechtenstein und Monaco. Auch einzelne spanische Regionen fallen aus der Liste. Konkrete Auswirkungen hat das für Reisende, die auf dem Landweg nach Deutschland kommen. Sie sind dann auch von der Testpflicht nach Einreise befreit. Flugreisende aus diesen Ländern müssen hingegen weiter einen negativen Test vorweisen können.

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Als Hochinzidenzgebiete werden in der Regel Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Als Risikogebiete gelten Regionen mit einer Inzidenz über 50. In Deutschland wurde die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 37,5 angegeben. Vor einer Woche hatte der bundesweite Wert noch 66,8 betragen.

wa/jj (dpa, afp, rtr)




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