Ex-Präsident Gbagbo kehrt in die Elfenbeinküste zurück | Aktuell Afrika | DW

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Die Polizei ging mit Tränengas gegen Laurent Gbagbos Anhänger vor, die den ehemaligen Staatschef am Flughafen der Wirtschaftshauptstadt Abidjan in Empfang nehmen wollten. Der 76-jährige Politiker sagte, er sei froh, “wieder in die Elfenbeinküste und nach Afrika zurückzukehren”.

Erst Freispruch, dann Rückkehr

Im März hatte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag den Freispruch für Gbagbo in einem Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit bestätigt. Dies ebnete den Weg für die Rückkehr in seine Heimat.

Gbagbo hatte 2010 nach zehn Jahren an der Macht seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht anerkannt und eine Übertragung der Amtsgeschäfte an den Wahlsieger und bis heute amtierenden Präsidenten Alassane Ouattara verweigert.

Bei der folgenden Gewaltexplosion waren in dem westafrikanischen Land rund 3000 Menschen getötet worden. Gbagbo wurde schließlich aus dem Amt vertrieben, im April 2011 im Norden der Elfenbeinküste festgenommen und später an den IStGH ausgeliefert.

Niederlande Den Haag I Prozess Elfenbeinküste am Internationalen Gerichtshof

Laurent Gbagbo bei seinem Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (06.02.2020)

Erster Staatschef vor dem IStGH

Gbagbo war das erste Staatsoberhaupt, das sich vor dem Haager Tribunal verantworten musste. 2019 sprach der Gerichtshof den Ex-Präsidenten sowie dessen ehemaligen Jugendmilizenführer Charles Blé Goudé jedoch in einem überraschenden Urteil frei. Danach lebte Gbagbo in Brüssel. Er kündigte wiederholt an, in die Elfenbeinküste zurückkehren zu wollen. In seinem Heimatland genießt er weiterhin starken Rückhalt.

Staatschef Ouattara gab bereits Anfang April grünes Licht für die Rückkehr seines Rivalen. Die Erlaubnis für die Heimkehr Gbagbos ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die politische Lage in dem westafrikanischen Land entspannt hat. Parlamentswahlen im März waren friedlich verlaufen. Bei den Wahlen verteidigte Ouattaras Partei RHDP ihre absolute Mehrheit.

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mak/bru (afp, dpa)




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