Ex-Rebellenchef Ongwen in Den Haag verurteilt | Aktuell Afrika | DW

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Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den ugandischen Rebellenführer Dominic Ongwen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. 

Es war das erste Verfahren vor dem Weltstrafgericht gegen einen früheren Kindersoldaten. Dem heute etwa 46 Jahre alten Anführer der berüchtigten “Lord’s Resistance Army” (LRA) wurden Gräueltaten im Norden Ugandas vorgeworfen, darunter Mord, Folter und Angriffe auf Flüchtlingslager sowie den Einsatz von Kindersoldaten. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann die tödliche Angriffe angeordnet hat.

Als Kind entführt

Ongwen war selbst als Kind verschleppt worden und stieg zu einem Stellvertreter des flüchtigen LRA-Chefs Joseph Kony auf. Das Strafmaß wollen die Richter zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.

Mehr als 30 Jahre lang hatte die Rebellenmiliz LRA in dem afrikanischen Land ihr Unwesen getrieben. Ongwen hatte sich Anfang 2015 nach zehn Jahren auf der Flucht ergeben. In dem Prozess hatte er die Vorwürfe als unwahr zurückgewiesen.

Zehntausende getötet

Die LRA ist berüchtigt für die brutalen Methoden, mit denen sie aus Kindern Soldaten machte. Mädchen wurden als Sexsklavinnen missbraucht. Durch den über 30 Jahre dauernden Terror der LRA in Uganda und später auch in angrenzenden Ländern wurden Zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben.

ml/sti (epd, dpa)




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