Fast keine Corona-Restriktionen in den Niederlanden mehr | Aktuell Europa | DW

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Die Abstands- und Maskenpflicht fällt in den Niederlanden ab sofort an den meisten Orten weg, sie gilt nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zügen oder Flugzeugen sowie in Bahnhöfen und Flughäfen. Zudem sind sämtliche Beschränkungen der Öffnungszeiten von Bars und Nachtclubs aufgehoben. Die Bürger müssen auch keinen Corona-Pass mehr mit sich führen, mit dem sie bisher nachweisen konnten, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Aufgehoben sind auch die Einreiseverbote für mehrere Nicht-EU-Länder. Reisende aus EU-Ländern müssen jedoch weiterhin einen Impfnachweis oder einen negativen Test vorlegen.

In den Niederlanden hatte es wiederholt große Demonstrationen wie auch gewaltsame Proteste gegen die Corona-Restriktionen gegeben. Wegen zunehmender Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante war in dem EU-Land eine Woche vor Weihnachten ein erneuter Lockdown verhängt worden, der im Januar schrittweise endete.

Lockerungen auch in Island und England

Andere europäische Länder haben ebenfalls weitgehende Lockerungen angekündigt oder umgesetzt. In Island wurden um Mitternacht die letzten Corona-Restriktionen aufgehoben. Damit entfielen auch Corona-bedingte Einreisekontrollen des nordischen Inselstaates. Regierungschefin Katrin Jakobsdóttir hatte am Mittwoch allerdings nicht ausgeschlossen, erneut Corona-Restriktionen zu verhängen, wenn die Lage dies erfordere. Island hatte während der Pandemie seine Corona-Beschränkungen im Inland schon zwei Mal vollständig aufgehoben – zu Sommerbeginn 2020 und im Sommer 2021. Nun entfallen zum ersten Mal auch die Einreisekontrollen.

Islands Premierministerin Katrín Jakobsdóttir

Die isländische Regierungschefin Katrín Jakobsdóttir

Am Donnerstag war in England mit der Aufhebung der Isolationspflicht bei einem positiven Corona-Test die letzte Beschränkung wegen der Pandemie zu Ende gegangen. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte dazu vorab gesagt, das Land müsse „lernen, mit dem Virus zu leben“.

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Andere europäische Länder wie etwa Frankreich und Italien haben ebenfalls weitgehende Lockerungen angekündigt oder umgesetzt. In Deutschland sollen im Zuge eines Drei-Stufen-Plans am 20. März die allermeisten Corona-Restriktionen entfallen.

Inzidenz in Deutschland sinkt weiter

In der Bundesrepublik befindet sich das Coronavirus weiter auf dem Rückzug. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen sank erneut und liegt nun nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 1259,5. Am Donnerstag hatte er 1265,0 betragen, am Freitag vor einer Woche 1371,7. Der Wert beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Am Freitagmorgen wurden 210.743 Neuinfektionen registriert. Vor einer Woche waren es noch 220.048. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie wuchs damit auf 14.399.012. Außerdem wurden laut RKI 226 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Dagegen stieg die Hospitalisierungs-Inzidenz leicht auf 6,27. Eine Woche zuvor hatte sie 6,23 betragen.

Lauterbach drückt auf die Bremse

Unterdessen warnte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach abermals vor vorschnellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Es gebe immer noch sehr hohe Zahlen an Neuinfektionen, „die wir vermutlich unterschätzen“, sagt der SPD-Politiker. Zudem gebe es täglich 200 bis 300 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Bei der aktuellen Welle sei der Scheitelpunkt erreicht. Die neue Subvariante von Omikron scheine zwar nicht schwerer zu verlaufen, aber ansteckender zu sein. In Deutschland mache sie derzeit etwa 16 bis 17 Prozent der Fälle aus, in großen Städten mehr.

Coronavirus - Pressekonferenz - Karl Lauterbach (SPD)

Nicht zu schnell lockern: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Der Minister appellierte an die Ministerpräsidenten der Bundesländer, „auf keinen Fall“ über die verabredeten Lockerungen hinauszugehen, sonst würden Fallzahlen wieder steigen. „Für eine beschleunigte Öffnung haben wir überhaupt keine Spielräume“, sagte Lauterbach. Er rechne im Herbst mit neuen Pandemie-Wellen.

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kle/pg (afp, dpa, rtr)   

 




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