Festakt erinnert an 60 Jahre Anwerbeabkommen | Aktuell Deutschland | DW

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Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, Deutschland habe sich seither zu einem Einwanderungsland entwickelt, das durch Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen stärker geworden sei. Das am 30. Oktober 1961 geschlossene Abkommen regelte die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei. Heute leben in Deutschland mehr als 2,8 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln. 

“Glücksfall für unser Land”

Im Rahmen des Festakts verliehen Merkel und der frühere Bundespräsident Christian Wulff den Integrationspreis “Talisman” der Deutschlandstiftung Integration. Stellvertretend für die Migranten der ersten Generation wurden vier Zuwanderer aus der Türkei, Kroatien, Vietnam und Korea für ihre Lebensleistung ausgezeichnet. In seiner Rolle als Stiftungsratsvorsitzender würdigte Wulff die Preisträger als “Glücksfall für unser Land”. 

Weil im Wirtschaftswunderland Arbeitskräfte fehlten, schloss die Bundesrepublik seit 1955 mehrere Anwerbeabkommen – unter anderem auch mit Italien, Griechenland und Jugoslawien. Unterdessen holte die DDR sogenannte Vertragsarbeiter aus Ländern wie Vietnam und Mosambik.

Integration war ein Fremdwort

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, bezeichnete die Anwerbeabkommen als “ein Herzstück deutscher Geschichte”. Die sogenannten Gastarbeiter hätten entscheidend zur wirtschaftlichen Stärke des Landes beigetragen. Integration sei damals allerdings noch ein Fremdwort gewesen. “Die Leistung der ersten Generation verdient deshalb unseren ganz besonderen Respekt.”

nob/jj (dpa, kna, epd)




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