Festnahmen bei Mai-Demos in der Türkei | Aktuell Welt | DW

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Türkische Sicherheitskräfte haben in Istanbul zahlreiche Demonstranten in Gewahrsam genommen, als diese versuchten, auf den symbolträchtigen Taksim-Platz oder die angrenzende Istiklal-Straße zu gelangen. Die Sicherheitskräfte gingen zuweilen mit aller Härte gegen die Demonstranten vor. Immer wieder drängten Polizisten die Menge mit Schilden zurück oder schleppten einzelne Teilnehmer fort. Es gab Handgemenge. Die regierungskritische Anwaltsvereinigung CHD sprach von mehr als 230 Festnahmen in Istanbul.

Türkei Istanbul | 1. Mai Demonstration

Gewerkschafter und Oppositionelle durften auf dem Taksim-Platz einen Kranz niederlegen

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, hatte die Polizei zuvor Gewerkschaftsvertretern und Oppositionspolitikern gestattet, mit Masken und Transparenten am Taksim-Platz zusammenzukommen, Erklärungen abzugeben und einen Kranz niederzulegen. Der Platz hat für die 1. Mai-Feierlichkeiten in der Türkei eine besondere Bedeutung. 1977 eröffneten dort Heckenschützen das Feuer auf eine Kundgebung mit rund 500.000 Teilnehmern. Mindestens 34 Menschen wurden getötet. Bis heute ist unklar, wer die Täter waren.

Türkei Ankara | 1. Mai Demonstration

Auch in Ankara und anderen Städten kam es trotz eines strengen Lockdowns zu Demonstrationen

In Ankara und anderen Städten habe die Polizei einige Journalisten daran gehindert, Proteste zu filmen, berichtete der Fernsehsender Yol TV und die Dachorganisation linker Arbeitergewerkschaften Disk auf Twitter. Auch in Ankara wurden Demonstranten festgenommen.

Angesichts von massiv steigenden Infektions- und Todesfällen durch das Coronavirus gilt in der Türkei seit Donnerstag ein landesweiter Lockdown. Bis zum 17. Mai dürfen die Menschen ihre Häuser nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind geschlossen.

uh/ml (afp, dpa)




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