Flugschreiber von abgestürztem Flugzeug in Indonesien gefunden | Aktuell Asien | DW

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Indonesische Helfer hatten zuvor nach eigenen Angaben ein Signal aus der seit Samstag verschollenen Passagiermaschine der Fluggesellschaft Sriwijaya Air vor der Küste Jakartas aufgespürt. Das teilte das indonesische Verkehrsministerium mit. Taucher hätten zudem etwa 23 Meter unter der Meeresoberfläche Teile der Boeing-Maschine gefunden.

Zudem hat die Polizei den Fund von Leichenteilen gemeldet. Militärtaucher hätten zudem Besitztümer mutmaßlicher Passagiere des Flugzeugs gefunden, sagte ein Polizeisprecher im Sender Metro TV.

“Heute Morgen haben wir zwei Säcke erhalten, einen mit Besitztümern von Passagieren und einen weiteren mit Leichenteilen”, sagte der Sprecher. Die Arbeiten zur Opfer-Identifizierung seien im Gange. Das Militär will mit Kriegsschiffen und Hubschraubern bei der Suche helfen. 

Zehn Kinder an Bord

Die Maschine der indonesischen Fluggesellschaft Sriwijaya Air mit 62 Insassen war am Samstag nur wenige Minuten nach dem Start vom Radar verschwunden. Laut der Flug-Website FlightRadar24 hatte die Boeing 737-500 zuvor dramatisch an Höhe verloren. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Jakarta nach Borneo. Normalerweise hätte der Flug 90 Minuten gedauert. An Bord waren nach Angaben von Verkehrsminister Karya Sumadi auch zehn Kinder. Die Unglücksursache ist noch unklar.

Der Screenshot von Flightradar 24 zeigt die Flugbahn der Maschine, bevor sie vom Radar verschwand

Der Screenshot von Flightradar 24 zeigt die Flugbahn der Maschine, bevor sie vom Radar verschwand

Die indonesische Luftfahrtindustrie hat keinen guten Ruf. 2014 kamen 162 Menschen ums Leben, als eine Maschine der Gesellschaft AirAsia auf dem Weg von der indonesischen Stadt Surabaya nach Singapur abstürzte. Die Untersuchungen ergaben, dass die Kontrollsysteme des Flugzeugs nicht angemessen überwacht worden waren, die Maschine in keinem guten Gesamtzustand war und der Pilot in der Notsituation nicht angemessen reagiert hatte.

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Zuletzt hatte es in Indonesien im Oktober 2018 ein schweres Flugunglück gegeben. Damals kamen 189 Menschen ums Leben, als eine Lion-Air-Maschine vom Typ Boeing 737 MAX kurz nach dem Start ins Meer stürzte. Dieser Absturz sowie ein weiterer in Äthiopien führten zu einem weltweiten Flugverbot für die 737 MAX und einer Milliardenstrafe für Boeing wegen der Verschleierung von Informationen über das Stabilisierungssystem MCAS gegenüber den Aufsichtsbehörden.

rb/wa/as/kle (afp, ap, dpa, rtr)




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