Frankreich macht Druck auf Putschisten in Mali | Aktuell Welt | DW

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Paris erwarte, dass der Fahrplan der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und der Afrikanischen Union umgesetzt werde. Es müsse eine Rückkehr zu einer zivilen Regierung in Bamako geben, heißt es in einer Erklärung des französischen Verteidigungsministeriums.

Da dies aber bislang nicht der Fall sei, habe Frankreich “beschlossen, gemeinsame militärische Operationen mit den malischen Streitkräften vorübergehend auszusetzen”. Präsident Emmanuel Macron sagte, Frankreich könne seine 5100 Soldaten in der Region auch ganz abziehen, falls Mali in einen radikalen Islamismus abdriften sollte.

Zwei Umstürze in neun Monaten

In dem Land in Westafrika war es vergangene Woche zum zweiten Umsturz innerhalb von neun Monaten gekommen. Nach der Absetzung des bisherigen Übergangspräsidenten Bah Ndaw und des Regierungschefs Moctar Ouane hatte das Verfassungsgericht Oberst Assimi Goïta, der bereits den ersten Putsch angeführt hatte, zum neuen Interimspräsidenten erklärt.

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Neben der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich ist auch Deutschland mit der Bundeswehr im Rahmen von Missionen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen in Mali im Einsatz. Die Bundeswehr beteiligt sich mit bis zu 1100 Soldatinnen und Soldaten am UN-Blauhelmeinsatz MINUSMA in Mali. Zudem bilden bis zu 600 deutsche Soldaten im Rahmen der EU-Ausbildungsmission (EUTM) malische Sicherheitskräfte aus.

Merkel will die Bundeswehr vor Ort lassen

Mitte Mai hatte der Bundestag eine Verlängerung der beiden Bundeswehreinsätze beschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie wolle auch nach der erneuten Machtergreifung des Militärs in Mali an den Einsätzen festhalten.

Mali gehört zu den Staaten der Sahelzone. In dem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt, sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen “Islamischer Staat” (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

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haz/rb (afp,dpa,rtr)




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