Frauenrechtsaktivistin in Afghanistan getötet | Aktuell Asien | DW

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Zu dem Anschlag kam es in der Provinz Kapisa, die nördlich der Hauptstadt Kabul liegt. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz, Abdul Latif Murad, erfolgte der Angriff in der Nähe von Kohistanis Haus. Unklar ist, wie es ihrem Bruder geht. Die Nachrichtenagentur AP meldet, er sei bei dem Angriff verletzt worden. Andere Agenturen melden, er sei getötet worden.

Ein Hilferuf an die Behörden

Die Aktivistin hatte vor einigen Tagen im Onlinedienst Facebook mitgeteilt, sie habe die Behörden um Schutz ersucht, da sie mehrfach Drohungen erhalten habe. Zugleich verurteilte sie in ihrem Beitrag die jüngsten Angriffe auf Journalisten und Aktivisten. In Afghanistan gebe es “keine Hoffnung auf Frieden”, schrieb die 29-Jährige.

Bekannte Politiker, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten in Afghanistan sind zuletzt verstärkt ins Visier von Extremisten geraten. Trotz der Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den radikalislamischen Taliban haben die Angriffe in jüngster Zeit wieder zugenommen.

Erst am Mittwoch war der bekannte afghanische Aktivist Mohammed Jusuf Raschid in einem südlichen Vorort der Hauptstadt Kabul von bewaffneten Männern tödlich verletzt worden. Raschid war Leiter einer unabhängigen Wahlbeobachtungsorganisation.

haz/pgr (afp, ap)




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