Früherer US-Verteidigungsminister Rumsfeld ist tot | Aktuell Amerika | DW

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Erstmals war Donald Rumsfeld unter Ex-Präsident Gerald Ford von 1975 bis 1977 Verteidigungsminister und der jüngste Pentagonchef der US-Geschichte. Im Kabinett von George W. Bush war Rumsfeld dann seinerzeit der älteste Verteidigungsminister. In dieser Zeit war er der Chefplaner des Militäreinsatzes im Irak. In Rumsfelds Amtszeit fällt auch die US-Invasion in Afghanistan als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA.

Im Zusammenhang mit dem Irakkrieg war Rumsfeld nach einer schweren Schlappe der Republikaner bei den Kongresswahlen 2006 zurückgetreten. Der US-Senat warf Rumsfeld 2008 eine Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen in US-Haftlagern im Irak vor. Insbesondere der Skandal um das Gefängnis in Abu Ghoreib bei Baghdad brachte Rumsfeld in Bedrängnis. Ihm haftete zudem der Vorwurf an, 2002 mit der Genehmigung “aggressiver Verhörtechniken” bei mutmaßlichen Terroristen im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu späteren Misshandlungen beigetragen zu haben.

Bush junior würdigt seinen Ex-Minister

Der republikanische Politiker wurde von seinen Kritikern immer wieder als Kriegstreiber bezeichnet. Der ehemalige US-Senator John McCain sagte 2007 über seinen Parteikollegen, dieser werde “als einer der schlechtesten Verteidigungsminister überhaupt in die Geschichte eingehen”. Der ehemalige US-Präsident George H. W. Bush bezeichnete Rumsfeld als einen “arroganten Kerl”, der Ansichten anderer übergehe und seinem Sohn als Präsidenten “schlecht gedient” habe. George W. Bush würdigte in einem Statement auf die Todesnachricht seinen früheren Verteidigungsminister als einen intelligenten und integeren Mann von schier unerschöpflicher Energie, der nie vor schwierigen Entscheidungen und nie vor der Verantwortung zurückgewichen sei.

Bei den europäischen Verbündeten war Rumsfeld wegen seiner Einstufung Deutschlands und Frankreichs als “altes Europa” berühmt-berüchtigt. Die beiden Länder, die entschieden gegen den Irakkrieg waren, sah er im Gegensatz zu osteuropäischen Staaten wie Polen, Ungarn oder Tschechien, die sich unter den rund 40 Ländern der “Koalition der Willigen” einreihten.

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Nach Angaben seiner Familie starb Rumsfeld im Kreis seiner Angehörigen in Taos im US-Bundesstaat New Mexico. Geboren wurde Rumsfeld am 9. Juli 1932 im Bundesstaat Illinois im Mittleren Westen der USA. Sein Großvater stammte aus Bremen. Nach seinen Jahren als Pilot und Fluglehrer bei der US-Marine kam Rumsfeld 1957 nach Washington, wo er in das Politikgeschäft einstieg. Nach seiner politischen Karriere wechselte er in die Privatwirtschaft.

qu/ww (dpa, rtr, afp)




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