Für eine bessere Welt: Neue Enzyklika des Papstes | Aktuell Welt | DW

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Das Oberhaupt der katholischen Kirche, Papst Franziskus, hat in einer neuen Enzyklika seine Vorschläge für eine bessere Politik und eine solidarische Gesellschaft nach der Corona-Pandemie vorgelegt. Der Vatikan veröffentlichte das Grundsatzdokument unter dem Titel “Fratelli tutti – Über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft”. Der seit 2013 amtierende Papst wendet sich darin gegen Nationalismus. Er hatte das rund 150-seitige Schreiben am Samstag in der Pilgerstadt Assisi in Umbrien nach einer Messe unterzeichnet.

Verbohrt, übertrieben, wütend

“Jahrzehntelang schien es, dass die Welt aus so vielen Kriegen und Katastrophen gelernt hätte und sich langsam auf verschiedene Formen der Integration hinbewegen würde”, formuliert der Papst. Doch nun sieht er Hinweise auf Rückschritte: “Unzeitgemäße Konflikte brechen aus, die man überwunden glaubte. Verbohrte, übertriebene, wütende und aggressive Nationalismen leben wieder auf.”

Das Kirchenoberhaupt fordert mehr Gerechtigkeit und Ethik in der Politik und unter den Menschen. Ausdrücklich nannte er Migranten und Ältere als Gruppen, die nicht benachteiligt werden dürften. Zwischen den Religionen müsse mehr Dialog herrschen.

Die Tragödie

Corona sieht er als globale Tragödie. Sie habe jedoch das Bewusstsein geweckt, dass die Welt in einem Boot sitze. Er habe mit der Arbeit an seiner Enzyklika zwar vorher begonnen, doch die Pandemie mache manches deutlicher.

Nach gut fünf Jahren Pause gibt es mit “Fratelli tutti” erstmals wieder eine Enzyklika von Franziskus. Das Rundschreiben gilt als zentrale Botschaft an die 1,3 Milliarden Katholiken weltweit und an die Kirchenoberen. Franziskus hat bisher zwei Enzykliken verfasst: 2013 (Lumen fidei – Licht des Glaubens) und 2015 die Umwelt-Enzyklika zum Klimaschutz (Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus).

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ml/rb (dpa, epd, kna)




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