G20-Gipfel: Klima und Weltwirtschaft, Impfen und Iran | Aktuell Welt | DW

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Die Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe kommen an diesem Samstag in Rom zu einem zweitägigen Gipfel zusammen. Thematisch sollen am ersten Tag die Corona-Pandemie und die Lage der Weltwirtschaft im Mittelpunkt stehen. Die wichtigsten Industrienationen wollen sich dafür einsetzen, dass bis September 2022 mindestens 70 Prozent der Bevölkerung in allen Ländern weltweit gegen Corona geimpft werden. Die Gesundheits- und Finanzminister hatten sich bei ihrem Treffen in Rom hinter dieses Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO gestellt.

US-Präsident Joe Biden nutzte den Aufenthalt in Rom für ein Treffen mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella

US-Präsident Biden nutzte den Aufenthalt in Rom für ein Treffen mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella

Die Arbeitssitzungen am Sonntag sind dann den Themen Klimaschutz und Entwicklungspolitik gewidmet. Dann beginnt auch die Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow. Dort soll beraten werden, wie das 2015 im Pariser Klimaabkommen formulierte Ziel erreicht werden kann, die gefährliche Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die G20-Staaten spielen dabei die entscheidende Rolle, weil sie für mehr als drei Viertel der Emissionen verantwortlich sind.

Merkel und Scholz im Duett

Der Gipfel in Rom ist das erste Präsenztreffen der G20-Spitzen seit mehr als zwei Jahren. Die Präsidenten Chinas und Russlands werden allerdings nur per Videoschaltung teilnehmen. Die Bundesregierung wird in Rom von der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vertreten. Die Kanzlerin hat ihren wahrscheinlichen Nachfolger eingeladen, an ihren bilateralen Treffen mit anderen Staats- und Regierungschefs teilzunehmen. Geplant sind unter anderen Begegnungen mit US-Präsident Joe Biden und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan. 

Bundefinanzminister Olaf Scholz in Rom

Die Zeit für einen Blick auf die ewige Stadt ist für Finanzminister Scholz und die anderen Gipfelteilnehmer eher begrenzt

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Am Rande des Treffens beraten Biden, Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Boris Johnson auch über eine Wiederaufnahme der Atomverhandlungen mit dem Iran. Nach Angaben des Weißen Hauses werden dabei die Bedenken über „den derzeitigen Zustand des iranischen Atomprogramms“ zur Sprache kommen.

Mehr als 10.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz 

Das 2015 vereinbarte Abkommen soll den Iran am Bau einer Atombombe hindern. Die USA waren 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Vertrag ausgestiegen. Danach ließ Trump massive Sanktionen gegen Teheran in Kraft setzen. Als Reaktion zog sich die iranische Regierung schrittweise aus vielen Bestimmungen des Abkommens zurück. Am Mittwoch aber hatte sie sich zur Wiederaufnahme der Wiener Atomgespräche bereit erklärt.

Der Gipfel in Italiens Hauptstadt wird von 8000 bis 9000 Polizisten gesichert. Rund 2000 Soldaten bewachen außerdem wichtige Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Botschaften und Ministerien. Am Nachmittag will die Kommunistische Partei unweit des Kolosseums gegen Ministerpräsident Mario Draghi demonstrieren. Später ist eine Demonstration von Klimaaktivisten, darunter Fridays for Future, geplant. Erwartet werden nach Medienberichten etwa 5000 Teilnehmer.

sti/se (afp, dpa, rtr)




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