Giffey macht wohl in Berlin das Rennen | Aktuell Deutschland | DW

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Angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Sozialdemokraten und Grünen bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat sich SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey für eine gemeinsame Regierungsbildung ausgesprochen. Es gebe „ein klares Votum für SPD und Grüne – damit müssen wir umgehen“, sagte die frühere Bundesfamilienministerin.

Jüngste Hochrechnungen aus der Hauptstadt sehen die SPD stabil vor den Grünen, nachdem es zwischenzeitlich anders ausgesehen hatte. Die grüne Spitzenkandidatin Bettina Jarasch bekräftigte am Wahlabend, dass sie die bisherige Koalition von SPD, Linken und Grünen fortsetzen wolle, „am liebsten unter grüner Führung“.

Abgeordnetenhaus-Wahl | Wahlparty Grüne Bettina Jarasch

Bettina Jarasch: „Aufholjagd ohnegleichen hingelegt“

Doch Nachfolgerin des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) dürfte wohl seine Parteifreundin Giffey werden. Müller selbst trat nicht wieder zur Abgeordnetenhauswahl an, er kandidierte für den Bundestag.

Die aktuellen Hochrechnungszahlen:

SPD: 21,9 Prozent (+0,3 Prozentpunkte)

CDU: 18,5 (+0,9)

Linke: 13,8 (- 1,8)

Grüne: 19,4 (+ 4,2)

AfD: 7,8 (- 6,4)

FDP: 7,0 (+0,3)

Rechnerisch wären damit auch eine „Ampelkoalition“ aus SPD, Grünen und FDP oder eine „Keniakoalition“ aus SPD, CDU und Grünen denkbar.

Superwahltag mit Hindernissen

Gleich vier Entscheidungen durften die Wählerinnen und Wähler in Berlin treffen – so viele wie noch nie an einem Tag. Neben der Bundestagswahl und der Wahl zum Abgeordnetenhaus wurden zwölf Bezirksparlamente neu gewählt. Außerdem konnte darüber abgestimmt werden, ob große Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden sollen.

Der Wahltag in Berlin war geprägt von Pannen und Verzögerungen. Vor den Wahllokalen in der ganzen Stadt bildeten sich lange Schlangen: Teilweise mussten Wählerinnen und Wähler mehr als zwei Stunden warten, um ihre Kreuze zu machen. Grund dafür waren die ungewöhnlich vielen und langen Stimmzettel und die coronabedingten Hygiene-Maßnahmen. Zudem waren zahlreiche Wahlhelfer abgesprungen, die durch Nachrücker ersetzt werden mussten.

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In einigen Wahllokalen wurden Stimmzettel für die Abgeordnetenhauswahl aus den unterschiedlichen Bezirken vertauscht. Bis das Problem gelöst war, mussten die Wahllokale zeitweise schließen, was die Wahl weiter verzögerte. Zudem mussten einige Stimmabgaben auf falschen Stimmzetteln für ungültig erklärt werden.

wa/qu (dpa, afp, rtr) 




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