Goodwill Zwelithini, der König der Zulu, ist tot | Aktuell Afrika | DW

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Der südafrikanische Zulu-König Goodwill Zwelithini war mehrere Wochen lang wegen einer Diabetes-Erkrankung in einer Klinik. Dort ist er nun im Alter von 72 Jahren gestorben. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa würdigte Zwelithini als viel geliebten, visionären Monarchen. Er habe zur kulturellen Identität, zur nationalen Einheit Südafrikas und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Provinz KwaZulu-Natal beigetragen.

Nach dem Tod seines Vaters hatte Goodwill Zwelithini 1971 den Thron bestiegen, also während der Apartheid. Er hatte keine offizielle Macht im modernen Südafrika, galt aber Millionen von Angehörigen der Zulu-Volksgruppe als traditionelle Autorität. Im März 1994 proklamierte Zwelithini die Souveränität des Zulu-Königreichs in den präkolonialen Grenzen. Der südafrikanische Präsident de Klerk verhängte daraufhin über Natal und KwaZulu den Ausnahmezustand.

Umstrittene Äußerungen

Erst nachdem der African National Congress (ANC) unter dem späteren Staatschef Nelson Mandela zugestand, Zwelithini als konstitutionellen Monarchen im Gebiet der Zulu anzuerkennen, beruhigte sich die Lage – kurz vor den ersten multiethnischen Wahlen im April 1994. Als traditioneller Herrscher wacht der Zulu-König auch über Zeremonien wie den jährlichen Tanz, bei dem Tausende Mädchen ihre Jungfräulichkeit feiern.

König Zwelithini bei einer Zeremonie Im Fußballstadion von Durban (07.10.2018)

König Zwelithini bei einer Zeremonie Im Fußballstadion von Durban (2018)

Wegen umstrittener Äußerungen war der Monarch immer wieder in die Kritik geraten. So wurde ihm vorgeworfen, die Apartheid zu verteidigen, Homosexualität zu verurteilen und Gewalt gegen Ausländer zu schüren. Die rund elf Millionen Zulu sind die größte Volksgruppe in Südafrika. Sie stellen mehr als ein Sechstel der Einwohner des Landes.

jj/AR (afp, epd, kna, Munzinger)




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