Großbrand vertreibt Rohingya-Flüchtlinge | Aktuell Asien | DW

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Tausende Rohingya-Flüchtlinge sind nach einem Großbrand in Bangladesch aus ihren Behausungen geflohen. Wie die Behörden des südasiatischen Landes mitteilten, war das Feuer am Montag in einem der zahlreichen Flüchtlingscamps im Grenzbezirk Cox’s Bazar ausgebrochen, später griff es auf weitere über.

Erst in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) habe der Brand gelöscht werden können, hieß es. In dem betroffenen Gebiet hätten mindestens 150.000 Menschen in Hütten gelebt. Nach einer ersten Schätzung seien mindestens 9500 Unterkünfte zerstört worden. Entgegen ersten Berichten habe es jedoch keine Todesopfer gegeben, so ein Behördenvertreter. 

Serie von Bränden

Es handelte sich bereits um den dritten Brand binnen vier Tagen, wie ein Feuerwehrmann berichtete. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR zerstörten die Flammen auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte.

Bangladesch Feuer in Cox's Bazar

Schwarzer Rauch über dem Hüttenmeer am Montagnachmittag (Ortszeit)

Die überfüllten Lager in Cox’s Bazar erstrecken sich über 3000 Hektar. In dieser Gegend leben fast eine Million Rohingya-Flüchtlinge – meist unter verheerenden Bedingungen in Zelten oder Bambusbaracken. Viele Angehörige der muslimischen Minderheit waren im Jahr 2017 vor einer Militäroffensive aus Myanmar geflohen. Cox’s Bazar gilt als größtes Flüchtlingscamp weltweit.

Die Vereinten Nationen bezeichnen die Verfolgung der Rohingya in ihrer Heimat als anhaltenden Völkermord. Viele verloren durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen ihrer Verfolgung international in der Kritik.

wa/qu/fw (dpa, afp, rtr, kna)




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