Große Anspannung an Synagoge in Hagen | Aktuell Deutschland | DW

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Der Bereich um die Synagoge im Zentrum der nordrhein-westfälischen Stadt Hagen wurde am Mittwochabend weiträumig abgesperrt. Es rückte eine Hundertschaft der Polizei an, wie Augenzeugen berichteten. Hunde durchsuchten das Gotteshaus.

In der Synagoge befänden sich keine Menschen, teilte ein Polizeisprecher mit. Nähere Angaben wollte er aus einsatztaktischen Gründen nicht machen. Ein für den Abend geplanter Gottesdienst war kurzfristig abgesagt worden.

„Umfassend informiert“

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul ließ sich über den Polizeieinsatz genau unterrichten. „Der Minister ist umfassend informiert über die mögliche Gefährdungslage“, hieß es.

Hagens Oberbürgermeister Erik Schulz versicherte der jüdischen Gemeinde seine Solidarität. „So wenig wir auch über die genaue Situation wissen – in unseren Gedanken sind wir bei der Jüdischen Gemeinde Hagen“, sagte Schulz der „Westfalenpost“.

Mögliche Gefährdungslage an Synagoge in Hagen

Hell erleuchtet: die Synagoge am Mittwochabend

Am Mittwoch und Donnerstag begehen Juden ihren höchsten Feiertag: Jom Kippur, den Versöhnungstag. Dann endet die Gedenk- und Bußzeit seit dem jüdischen Neujahrsfest Anfang September.

Das Geschehen in Hagen weckt Erinnerungen an den Terroranschlag in Halle in Sachsen-Anhalt. An Jom Kippur 2019 – damals am 9. Oktober – hatte ein bewaffneter Rechtsextremist versucht, gewaltsam in die Synagoge einzudringen. Als die Tür standhielt, erschoss er in der Nähe zwei Menschen und verletzte auf der Flucht zwei weitere.

wa/cw (dpa, rtr)




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