Große Ebola-Epidemie im Kongo zu Ende | Aktuell Afrika | DW

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Während die Welt auf die Ausbreitung des Coronavirus schaut, gibt es im Kampf gegen ein anderes Virus eine Erfolgsmeldung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ebola-Epidemie im Nordosten des Kongo nach fast zwei Jahren für beendet erklärt. “Es war nicht leicht, und zeitweise schien es eine unmögliche Aufgabe”, erklärte die Afrika-Direktorin Matshidiso Moeti. Erschwert wurde die Bekämpfung durch blutige Konflikte und das Misstrauen der Bevölkerung gegen das Gesundheitspersonal. Die WHO zählte mehr als 420 Angriffe auf medizinische Einrichtungen durch bewaffnete Gruppen.

Über 2200 Todesopfer

Nach offiziellen Angaben waren in der betroffenen Region 3463 Menschen erkrankt, von denen 2280 starben. Der Ausbruch der hochansteckenden Infektionskrankheit war im August 2018 gemeldet worden. Nach den Regularien der WHO wird ein Ausbruch für beendet erklärt, wenn nach dem letzten negativ getesteten Patienten für die Dauer von zwei Inkubationsperioden – also 42 Tagen – kein neuer Fall auftritt. Eigentlich hatten die Gesundheitsdienste gehofft, die Bekämpfung schon im April verkünden zu können. Doch dann waren wieder neue Fälle aufgetreten.

Weiterer Ausbruch im Nordwesten

Die nun für beendet erklärte Ebola-Epidemie gilt als die zweittödlichste. Der bislang folgenschwerste Ausbruch war 2014/2015 in Westafrika. Damals kamen mehr als 11.000 Menschen ums Leben. Vollkommen Ebola-frei ist die Demokratische Republik Kongo aber nicht. Denn im Nordwesten des Landes gibt es einen noch nicht überwundenen Ausbruch. Der war Anfang Juni entdeckt worden. Bislang sind dort 24 Fälle und 13 Tote bekanntgeworden.

wo/as (epd, dpa)




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