Großflächiger Stromausfall in Puerto Rico | Aktuell Amerika | DW

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Nach einem Brand in einem Umspannwerk in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan waren große Teile der Karibikinsel ohne Strom. Das genaue Ausmaß ist noch offen. Der Energieanbieter Luma Energy sprach von “bedeutenden” Ausfällen. Nach Aussage von Generaldirektor Wayne Stensby sind 700.000 Menschen betroffen.

Ein Transformator in dem Werk Monacillo sei in Brand geraten. Daraufhin habe das Sicherheitssystem die Elektrizitätsversorgung unterbrochen. Medien berichteten, es habe zunächst eine Explosion gegeben. Auf Bildern waren hohe Flammen und dichter, schwarzer Rauch zu sehen. Die Feuerwehr teilte mit, sie bekämpfe den Brand.

Puerto Rico - Stromausfall

Wo das Licht noch brennt, wie in diesem Restaurant in San Juan, kommt der Strom meist aus Notfall-Generatoren

Erst wenige Stunden zuvor hatte Luma Energy einen Hackerangriff auf sein Internetportal und seine App gemeldet. Nach einer sogenannten DDoS-Attacke hätten Kunden nicht mehr auf ihre Accounts zugreifen können. Bei DDoS-Angriffen werden Server durch eine Vielzahl von Anfragen seitens unterschiedlicher Rechner gezielt überlastet und dadurch lahmgelegt. Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Hackerangriff und dem nachfolgenden Brand gibt, ist unklar.

Gouverneur Pedro Pierluisi erklärte, die Ermittlungsbehörden untersuchten die Explosion. Die US-Abgeordnete Jenniffer González, die Puerto Rico im Repräsentantenhaus vertritt, sagte, es sehe nicht so aus, als handele es sich um “isolierte Ereignisse”. Die Bundespolizei sei angewiesen worden, die Vorkommnisse aufzuklären. Das Unternehmen Luma Energy hatte erst mit Beginn dieses Monats die Stromversorgung übernommen. Gegen die Privatisierung hatte es breite Proteste gegeben.

Puerto Rico Frauen gegen Privatisierung von Stromversorgung

Zusammenstöße mit der Polizei bei einer Demonstration gegen die Privatisierung des Stromnetzes am 1. Juni in San Juan

Der Freistaat Puerto Rico liegt in der Karibik und ist das größte Außengebiet der USA. Seine 3,2 Millionen Einwohner besitzen die US-Staatsbürgerschaft, haben jedoch kein Wahlrecht in den Vereinigten Staaten. Die US-Parteien beteiligen die Puerto Ricaner allerdings bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur. Die Delegierte González, die die östlichste Insel der Großen Antillen in Washington vertritt, hat im Repräsentantenhaus ebenfalls kein Stimmrecht.

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jj/gri (dpa, afp)




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