Hackerangriff legt Supermarktkassen in Schweden lahm | Aktuell Europa | DW

Hackerangriff legt Supermarktkassen in Schweden lahm | Aktuell Europa | DW

0 Von


Die schwedische Supermarktkette Coop, einer der größten Lebensmittelhändler des Landes, hat am Samstag alle 800 Filialen schließen müssen. Sämtliche Kassensysteme waren nach einem Hackerangriff blockiert, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte. Auch die staatlichen Eisenbahnen und eine Apothekenkette in Schweden berichteten von Störungen. 

Verteidigungsminister Peter Hultqvist sprach von einem sehr gefährlichen Angriff. „In einer anderen geopolitischen Lage könnten uns staatliche Akteure auf diese Weise angreifen, um die Gesellschaft lahmzulegen und Chaos anzurichten“, sagte der Minister im Fernsehen.

Verteidigungsminister Peter Hultqvist

Schwedens Verteidigungsminister Peter Hultqvist ist sehr besorgt

Die Vorfälle stünden in Zusammenhang mit der großen Ransomware-Attacke auf das amerikanische Softwareunternehmen Kaseya, berichteten schwedische Medien. Ziel des Angriffs in Schweden war laut der Nachrichtenagentur TT die in vielen Firmen genutzte Software VSA von Kaseya. Das IT-Unternehmen hatte nach der Cyberattacke am Freitag seine Kunden aufgefordert, sofort ihre VSA-Server abzuschalten, „bis Sie von uns weitere Informationen erhalten“. Über den VSA-Server können Unternehmen all ihre Computer und Drucker von einem einzigen Arbeitsplatz aus steuern. 

Mehr als 1000 Unternehmen betroffen? 

Der Angriff auf Kaseya könnte nach Angaben der auf Cybersicherheit spezialisierten Beratungsfirma Huntress Labs mehr als tausend Unternehmen getroffen haben. „Das ist ein riesiger und verheerender Angriff auf Lieferketten“, erklärte Huntress-Manager John Hammond. 

US-Präsident Joe Biden sagte, „wir sind nicht sicher“, wer hinter der Attacke steckt. Er habe die Geheimdienste angewiesen, dies zu untersuchen. Die anfängliche Annahme sei gewesen, dass nicht die russische Regierung dahinter stecke. Aber, falls Moskau doch dafür verantwortlich sein sollte, würden die Vereinigten Staaten reagieren. 

In den USA kämpfen Staat und Wirtschaft gegen eine Welle von Angriffen mit Erpressungssoftware (Ransomware). Dabei werden die Daten der angegriffenen Systeme verschlüsselt. Für eine Wiederfreigabe verlangen die Hacker Zahlungen in Kryptowährung.

Empfehlung:   Spannungen zwischen Ukraine und Russland steigen | Aktuell Welt | DW

Im Mai erpressten Hacker vom US-Ölleitungsbetreiber Colonial Pipeline eine Millionensumme. Für Aufsehen sorgte auch eine Attacke auf den US-Softwarehersteller SolarWinds, von der Tausende Nutzer betroffen waren.

se/wa (rtr, ap, afp, dpa) 




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.