Hochrechnungen: Schweizer lehnen Umwelt-Referenden ab | Aktuell Europa | DW

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Das eine Vorhaben sah vor, dass Bauern die Subventionen gestrichen werden, wenn sie prophylaktisch Antibiotika einsetzen oder Pestizide, die in der Natur nicht vorkommen. Auch der Einsatz von Gülle auf Feldern sollte reduziert werden.

Die zweite Initiative wollte synthetische Pestizide ganz verbieten und die Schweiz damit zu 100 Prozent zu einem Bio-Produzenten machen. Außerdem sollten Lebensmittel nicht mehr importiert werden, die mit Hilfe von synthetischen Pestiziden hergestellt wurden. Beide Referenden wurden den Hochrechnungen zufolge zu je mehr als 60 Prozent abgelehnt.

CO2-Gesetz auf der Kippe

Einen sehr knappen Ausgang lassen die Hochrechnungen bei einem Referendum über ein neues CO2-Gesetz vermuten. Es soll helfen, die jährlichen CO2-Emissionen der Schweiz bis 2030 auf die Hälfte des Ausstoßes von 1990 zu senken. Die Gesetzesvorlage beruht auf einer Kombination von finanziellen Anreizen, Investitionen und neuen Technologien. Unter anderem sollen mehr Ladestationen für E-Autos gebaut werden. Benzin und Diesel würden teurer. Flugreisende müssten bei Flugtickets je nach Strecke bis zu 120 Franken (rund 110 Euro) Klimaabgabe zahlen. Kritiker bemängeln, das Gesetz treffe vor allem Geringverdiener.

Kühe vor Plakat zum Referendum zu Pestiziden

Die Gegner der Umweltinitiativen haben gewonnen: Die Mehrheit sagt Nein zu einem Pestizidverbot

Bei zwei weiteren Referenden zeichnete sich eine Zustimmung ab: bei einem Anti-Terror-Gesetz, das der Polizei mehr Befugnisse gibt und von Menschenrechtsorganisationen kritisiert wird, und bei einem Gesetz, das die Entschädigung von Unternehmen und Kulturschaffenden in der Corona-Pandemie regelt.

Die Trends, die das Schweizer Fernsehen SRF veröffentlichte, stammen vom Umfrageinstitut gfs-bern.

ust/uh (dpa, afp, srf)




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