Höchststrafe für Anschlag auf Synagoge von Halle verhängt | Aktuell Deutschland | DW

Höchststrafe für Anschlag auf Synagoge von Halle verhängt | Aktuell Deutschland | DW

0 Von


Im Prozess um den Anschlag auf die Synagoge von Halle 2019 ist der Angeklagte zu lebenslänglicher Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Naumburg, das den Prozess aus Platzgründen nach Magdeburg verlegt hatte, stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Es folgte damit dem Antrag der Bundesanwaltschaft, die Stephan B. zweifachen Mord, mehrfachen Mordversuch und Volksverhetzung vorgeworfen hatte. Die Vorsitzende Richterin Ursula Mertens sprach von einer “abscheulichen, feigen und menschenverachtenden Tat”. Gegen das Urteil kann noch Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt werden.

Antisemitische Motive

Am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur hatte der Rechtsterrorist im Oktober 2019 versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, um die versammelten 51 Menschen zu töten. Als dies misslang, weil die gesicherte Tür seinen Anläufen standhielt, erschoss der 28-Jährige eine zufällig auf der Straße vorbeilaufende Passantin und einen jungen Mann in einem Dönerimbiss.

Magdeburg I Prozess zum Terroranschlag von Halle - Polizisten vor dem Gerichtsgebäude

Der Prozess fand in Magdeburg unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt (Archivbild)

Der geständige Täter gab antisemitische, rassistische und antifeministische Motive und Verschwörungstheorien zu Protokoll. Das Verfahren gilt als größter und meistbeachteter Prozess in der Geschichte des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Die Kammer befragte 79 Zeugen und 15 Sachverständige. 45 Überlebende und Hinterbliebene waren als Nebenkläger zugelassen.

jj/ww (dpa, afp, epd)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Empfehlung:   Harte Strafe für Kabinettschef im Kongo | Aktuell Afrika | DW