Hunderte Tote bei schwerem Erdbeben in Haiti | Aktuell Amerika | DW

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Nach jüngsten Meldungen sind 227 Menschen bei den Erdstößen ums Leben gekommen, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Die Opferzahl könnte aber weiter steigen, das genaue Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Interims-Premierminister Ariel Henry bezeichnete die Situation auf Twitter als “dramatisch” und kündigte an, die Regierung werde den Notstand ausrufen.

Das Beben ereignete sich rund 150 Kilometer westlich von der Hauptstadt Port-au-Prince in der Nähe der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern. Besonders betroffen sind die Städte Les Cayes und Jeremie. Das Dach der Kathedrale von Jeremie sei eingestürzt, berichtet die Zeitung “Avvenire”. Zahlreiche weitere Häuser wurden zerstört. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF sprach von “großen Schäden” im Südwesten und Süden des Landes. Laut Rettungskräften sind die Kommunikationsverbindungen zu den betroffenen Gebieten teilweise unterbrochen.

Eine von den Behörden zunächst herausgegebene Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Der Nationale Wetterdienst der USA riet den Menschen in Haiti aber, weiterhin vorsichtig zu bleiben. In den Küstengebieten in der Nähe des Epizentrums könnte es weiterhin geringfügige Schwankungen des Meeresspiegels von bis zu 30 Zentimetern geben.

Karte Erdbeben Haiti DE

Nach Angaben der US-Bebenwarte USGS hatten die Erdstöße eine Stärke von 7,2. Später gab es Nachbeben mit einer Stärke bis 5,2. Auch in Kuba war das Beben nach Aussage von Bewohnern zu spüren.

USA sichern umgehend Unterstützung zu

Die USA haben Haiti sofortige Hilfe zugesagt. Ein US-Regierungsbeamter erklärte, Präsident Joe Biden habe diese bereits genehmigt. Zur Koordinierung der Hilfen sei Usaid-Chefin Samantha Power berufen worden.

Erdbeben auf Haiti

Eingestürztes Kirchenschiff in Les Cayes

Haiti war vor elf Jahren von einem schweren Erdbeben nahezu verwüstet worden. Im Zentrum des Erdbebens mit einer Stärke von 7,3 lag damals Haitis dicht besiedelte Hauptstadt Port-au-Prince. Nach Schätzungen der Behörden kamen mehr als 200.000 Menschen ums Leben. Das Land leidet bis heute unter den Folgen.

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ml/qu/jj (dpa, afp, rtr, kna)




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