IAEA tadelt den Iran | Aktuell Asien | DW

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Der Iran setzt den Ausbau seines Atomprogramms fort – mit unverminderter Dynamik: Wie aus einem neuen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien hervorgeht, hat die Islamische Republik die Menge an hoch angereichertem Uran noch einmal aufgestockt. Zugleich setzt das Land laut einer Analyse immer modernere und leistungsfähigere Zentrifugen zur Herstellung der Substanz ein.

Mit einem Reinheitsgrad von 90 Prozent kann Uran zum Bau von Atombomben verwendet werden. Der Iran besitzt laut Bericht inzwischen zehn Kilogramm fast waffenfähiges Uran, das auf 60 Prozent angereichert ist.

“Ernsthaft beeinträchtigt”

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi zeigte sich besorgt darüber, dass der Iran auch nach gut zwei Jahren Fragen seiner Behörde nicht beantwortet habe. Die Zuversicht, das kontinuierliche Wissen über die iranischen Atom-Standorte und -Einrichtungen aufrechtzuerhalten, habe deutlich abgenommen, heißt es in dem Bericht weiter.

Atomanlage Fordo

Satellitenbild der iranischen Atomanlage Fordo (2019)

Seit einigen Monaten ist der IAEA der Zugang zu ihren Aufzeichnungsgeräten verwehrt. Seitdem seien “die Überprüfungs- und Überwachungsmaßnahmen der Behörde ernsthaft beeinträchtigt”.

Sanktionen bremsen Gespräche aus

Irans neuer Präsident Ebrahim Raisi hatte zuletzt zwar die Bereitschaft seines Landes zu neuen Atomgesprächen signalisiert, sich jedoch gegen Druck westlicher Staaten verwahrt. Ihm geht es nach eigenen Worten vor allem um ein Ende der Sanktionen. 

Seit Monaten wird versucht, das internationale Atomabkommen wiederzubeleben, das den Iran vom Besitz von Kernwaffen abhalten soll. Die USA waren 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig ausgestiegen und hatten Strafmaßnahmen gegen das Land verhängt. Der Iran begann daraufhin, nach und nach gegen Auflagen der Vereinbarung zu verstoßen. Die Führung in Teheran behauptet seit jeher, ihr Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken.

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wa/rb (rtr, dpa, afp)




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