In Deutschland wird das Wasser knapp | Aktuell Deutschland | DW

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“Für die Zukunft ist es nicht selbstverständlich, dass es überall Wasser im Überfluss gibt”, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Nach den zuletzt vielerorts trockenen Sommern könne es zu Wassermangel in Deutschland kommen. Allerdings sei es “kein Mengen-, sondern ein Verteilungsproblem”, sagte die SPD-Politikerin. Deshalb sei ein stärkerer Ausgleich zwischen wasserarmen und wasserreichen Regionen nötig.

Svenja Schulze (SPD) ist Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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In der “Nationalen Wasserstrategie” ihres Ministeriums, die an diesem Dienstag vorgestellt werden soll, plädiert Schulze für einen massiven Ausbau der Wasserinfrastruktur. Jeweils 100 Millionen Euro sollen in den nächsten zehn Jahren dafür ausgegeben werden, also insgesamt eine Milliarde Euro. Kommunen und Wasserversorger sollen dem Plan zufolge stärker überregional kooperieren und sich in Regionalverbänden zusammenzuschließen. Neue Fernwasserleitungen und zusätzliche Wasserspeicher wie etwa Talsperren seien denkbar, sofern diese “ökologisch verträglich” seien.

Niedrigwasser in der Talsperre Edersee

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Wasser ist auch ein Wirtschaftsfaktor

“Der Klimawandel ist eine gewaltige Herausforderung für die Wasserwirtschaft und für alle, die Wasser nutzen”, heißt es im Entwurf. “Die Sommer werden heißer und trockener. Starkregen wird häufiger, Schnee seltener.” Drei aufeinanderfolgende Trockenjahre hätten dies spürbar gemacht, dies werden sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren verschärfen. Dazu komme als zweite Herausforderung die stärkere Belastung von Flüssen und Seen durch Nitrat oder Phosphor. Außerdem machten kleine Kunststoff-Partikel und Reste von Arzneimitteln im Wasser Sorgen.

Weil Wasser künftig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor werde, dürfe ein Mangel kein Wettbewerbsnachteil werden, sagte Schulze. “Wichtig ist mir ein fairer Rahmen für die Wasserverteilung. Es darf keinen Kampf ums Wasser geben.”

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Bereits im letzten Jahr hatte sie die Strategie mit neuen Maßnahmen und einer Hierarchie für die Nutzung von Wasser angekündigt. Die höchste Priorität habe die Versorgung der Menschen mit Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen, sagte sie damals und fügte an: “Danach wird es spannend.”

rb/AL (AFP, dpa, Reuters)




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