In Italien und Frankreich werden noch Menschen vermisst | Aktuell Europa | DW

In Italien und Frankreich werden noch Menschen vermisst | Aktuell Europa | DW

0 Von


Nach den verheerenden Unwettern in Südfrankreich und Norditalien haben Hundertschaften von Rettern die Suche nach Opfern fortgesetzt. Im Hinterland der Stadt Nizza, wo Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten waren, müssen Bewohner mit Wasser und Lebensmitteln versorgt werden. Zur Hilfe werde auch die Armee eingesetzt, kündigte der französische Regierungschef Jean Castex an.

Im französischen Département Alpes-Maritimes an der Grenze zu Italien wurden mindestens acht Menschen vermisst, von zahlreichen anderen fehle eine Nachricht, resümierte Castex. Es gebe “große Sorge über die endgültige Bilanz”, fügte der Regierungschef hinzu.

Frankreich Saint-Martin-Vesubie Überflutungen (Valery Hache/AFP/Getty Images)

Im Department Alpes-Maritimes sind, wie hier in Saint-Martin-Vesubie, viele Straßen für Monate unterbrochen

Wetter hat sich beruhigt

Die starken Regenfälle hatten die Region am Mittelmeer am Freitag getroffen und Überschwemmungen ausgelöst. Häuser und Brücken wurden weggerissen, lange Straßenstücke verschwanden in den Wassermassen. Mittlerweile hat sich die Wetterlage wieder beruhigt.

In Norditalien kamen nach den Unwettern zwei Menschen ums Leben. Unter ihnen war Medienberichten zufolge ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr aus dem Aostatal, der bei einem Rettungseinsatz unterwegs war. Auch hier sind noch Menschen vermisst. Viele Haushalte waren zwischenzeitlich ohne Strom.

Frankreich Roquebilliere Überflutungen (Valery Hache/AFP/Getty Images)

Eine Schneise der Verwüstung zieht sich auch durch das französische Roquebilliere

Von der Bergrettung entdeckt

Auch eine deutsche Trekkinggruppe hatte sich zunächst nicht bei einem verabredeten Treffpunkt gemeldet, wo sie nach einer mehrtägigen Tour bei Terme di Valdieri abgeholt werden sollten. Die Wanderer wurden schließlich von der Bergrettung auf einer Hütte entdeckt und in Sicherheit gebracht. Im Aostatal waren einige Orte nach Erdrutschen und Brückenschäden zeitweise vom Verkehr abgeschnitten.

Italien Ventimiglia Aufräumarbeiten nach Überflutungen (Federico Scoppa/AFP/Getty Images)

Überall Schlamm: Aufräumen in der italienischen Ventimiglia

Empfehlung:   Italiens Regierungschef Conte stellt Corona-Lockerungsplan vor | Aktuell Europa | DW

Vor allem Südfrankreich wird seit Jahren von schweren Unwettern getroffen, die Folgen waren schwer. Im Herbst vergangenen Jahres kamen 14 Menschen ums Leben. Die dicht bebaute Côte d’Azur wurde genau vor fünf Jahren von schweren Unwettern getroffen, 20 Menschen starben damals.

ml/rb (dpa, afp)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.