Indien verbietet chinesisches Video-Portal TikTok | Aktuell Asien | DW

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Die Programme gefährdeten Indiens Souveränität, die Landesverteidigung, die staatliche Sicherheit und öffentliche Ordnung, begründete das Ministerium für Informationstechnologie den Schritt die chinesische App TikTok von indischen Handys zu verbannen. Es gebe mehrere Berichte, wonach Nutzerdaten von einigen dieser Apps missbraucht und auf Server außerhalb des Landes übertragen würden, hieß es in einer Mitteilung. Kaum eine Plattform wird derzeit so kontrovers diskutiert wie TikTok. Auch in in den USA und Großbritannien prüfen Behörden, ob TikTok sensible Nutzerdaten weitergegeben hat. 

Inzwischen sind TikTok und die anderen betroffenen Apps nicht mehr im Google Play Store und Apple App Store in Indien zu finden. Wie ein weitergehendes Verbot aussehen könnte, ist unklar. Inder, die die Tanz- und Musik-App bereits auf ihr Handy heruntergeladen hatten, konnten diese bislang am Dienstag noch nutzen. 

Indien Proteste gegen Grenzverletzungen durch China (AFP/S. Kanojia)

Proteste nach dem Grenzkonflikt in Allahabad, Indien: Die wachsenden Spannungen könnten zum Verbot der Apps geführt haben

TikTok Indien wies derweil die Kritik der Regierung in Neu-Dehli von sich. Die Nutzerdaten würden an keine ausländische Regierungen, einschließlich der chinesischen weitergegeben. Auch für die Zukunft sei dies nicht geplant. 

Krise zwischen Indien und China 

Das Verbot von TikTok und anderen chinesischen Apps, wie der Browser von Alibaba und der Messenger WeChat, folgt auf einen tödlichen Grenzkonflikt um das Himalaya-Gebiet. Kürzlich starben bei einer Eskalation an der indisch-chinesischen Grenze mindestens 20 indische Soldaten. Um die Region haben die beiden Länder vor Jahrzehnten Krieg geführt.

Auf indischer Seite gab es zunehmend Druck auf die Regierung hart gegen China vorzugehen. Einige indische Handelsverbände haben dazu aufgerufen, chinesische Güter zu boykottieren. TikTok hat in Indien einen seiner größten Märkte, die Plattform ist sehr beliebt und hat mehr als 100 Millionen Nutzer. Das Portal erlaubt es, kurze Videos hochzuladen und mit anderen zu teilen. 

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sth/AR (dpa, rtr, afp, dw.com) 

 




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