Innenminister: Angriff in Paris ″eindeutig islamistischer Terrorakt″ | Aktuell Europa | DW

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Die Attacke ereignete sich am Freitagmittag vor dem Gebäude, in dem sich einst die Redaktion des französischen Satiremagazins “Charlie Hebdo” befand.  Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Produktionsfirma “Premières Lignes”, die unter anderem für den Sender France 2 arbeitet, wurden bei dem Angriff verletzt. Die Opfer waren nach Angaben von Premierminister Jean Castex nicht in Lebensgefahr. 

Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. Innenminister Gérald Darmanin sprach am Abend von einem “islamistischen Terrorakt” und bestätigte damit den Verdacht das Staatsanwaltschaft in Paris. Die Anti-Terror-Fahnder übernahmen die Ermittlungen.

Bei einem der beiden Verdächtigen, die kurze Zeit nach der Attacke in der Nähe des Tatorts festgenommen wurden, soll es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um einen 18-Jährigen, der in Pakistan geboren wurde. Der zweite Verdächtige soll demnach 33 Jahre alt sein. Von der Staatsanwaltschaft gab es dazu keine Angaben. 

Paris Messeratacke bei Charlie Hebdo Redaktion (A. Jocard/AFP/Getty Images)

Feuerwehr-Sanitäter kümmern sich um einen Verletzten

Nachrichtenagentur berichtet von weiteren Festnahmen

Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete außerdem unter Berufung auf Justizkreise von fünf weiteren Festnahmen. Die Männer seien bei der Durchsuchung einer Wohnung in Pantin nordöstlich von Paris festgenommen worden. Damit befinden sich nun sieben Verdächtige in Polizeigewahrsam. 

Unmittelbar nach der Tat hatten die Sicherheitskräfte angrenzende Straßen wegen des Fundes eines verdächtigen Päckchens abgeriegelt. Nach Informationen des Rundfunksenders France Info wurde jedoch kein Sprengstoff gefunden. Am Tatort stellten Ermittler ein großes Messer sicher. In anderen Berichten ist von einer Machete die Rede.

Bei einem Anschlag auf die Redaktion von “Charlie Hebdo” waren im Januar 2015 zwölf Menschen getötet worden. Derzeit läuft der Prozess gegen mutmaßliche Mittäter des Anschlags. Den 14 Angeklagten wird vorgeworfen, auf unterschiedliche Weise bei der Vorbereitung geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben.

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Anlässlich des Prozessbeginns druckte das Satireblatt nochmals die Mohammed-Karikaturen, mit denen es seinerzeit zur Zielscheibe von Islamisten geworden war. Daraufhin drohte das Terrornetzwerk Al-Kaida mit einem neuen Anschlag. Zudem musste die Personalchefin von “Charlie Hebdo” nach Morddrohungen von der Polizei an einen sicheren Ort gebracht werden. 

Redaktion von “Charlie Hebdo” reagiert

Premierminister Jean Castex eilte am Freitagnachmittag zum Tatort im elften Pariser Arrondissement. Er sprach von einem “symbolischen Ort”. “Ich möchte meine Solidarität mit den Familien der Opfer und allen Kollegen dieser beiden Journalisten zum Ausdruck bringen”, sagte er. Er bekräftigte seine “feste Entschlossenheit”, den Terrorismus mit allen Mitteln zu bekämpfen. Auch die Redaktion von “Charlie Hebdo”, die bereits vor einiger Zeit umgezogen ist, reagierte: “Das gesamte Team von Charlie unterstützt seine ehemaligen Nachbarn und Kollegen und ist solidarisch mit ihnen.” 

se/ww (afp, dpa, rtr)




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