Internetseite der ″Jerusalem Post″ gehackt | Aktuell Nahost | DW

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Neben der Webseite der israelischen Zeitung „Jerusalem Post“ war auch das Twitter-Konto der Zeitung „Maariv“ von dem Hackerangriff betroffen. Statt der Nachrichteninhalte war auf der Startseite der „Jerusalem Post“ (jpost.com) eine Fotomontage zu sehen, die offenbar darstellen soll, wie der israelische Atomreaktor in der Wüstenstadt Dimona per Raketenanriff zur Explosion gebracht wird. Die Rakete wird von einer zur Faust geballten Hand aus einem Ring abgefeuert, wie ihn der vor genau zwei Jahren bei einem US-Drohnenangriff im Irak getötete iranische General Ghassem Soleimani trug.

Mittlerweile läuft alles wieder normal

Daneben steht auf Englisch und Hebräisch: „Wir sind nah an Euch dran, wo ihr nicht daran denkt.“ Inzwischen sind die Interneteite der Zeitung und das Maariv-Konto wieder in ihrem normalen Zustand. Es sei unklar, ob die Hacker sich im Iran aufhielten oder aus einem anderen Land heraus agierten, schrieb die „Jerusalem Post“. Ebenfalls sei nicht deutlich, ob sie in staatlichem Auftrag unterwegs seien.

Screenshot Website der Jerusalem Post ist gehackt worden

Diese Fotomontage legten Hacker auf die Startseite der „Jerusalem Post“

Die „Jerusalem Post“ war schon in der Vergangenheit Ziel pro-iranischer Hacker gewesen. Im Mai 2020 war auf jpost.com eine Fotomontage erschienen, auf der die israelische Metropole Tel Aviv brennt. Darauf war dargestellt, wie der damalige israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu im Meer nach einem Rettungsring greift – mit der Überschrift „Seid bereit für eine Überraschung“.

USA töteten iranischen Top-General

Die Führung in Teheran sieht Israel als Erzfeind. Die Zerstörung des jüdischen Staates und die „Befreiung Palästinas“ gehören seit vier Jahrzehnten zur außenpolitischen Doktrin des Iran. General Soleimani war auf Befehl des damaligen US-Präsidenten Donald Trump am 3. Januar 2020 bei einem Besuch in Bagdad durch einem US-Drohnenangriff getötet worden. Der Iran erklärte daraufhin, der Anschlag gefährde den Frieden in der Region, und fordert dessen Verurteilung durch die Vereinten Nationen.

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nob/AR (dpa, ap)




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