Iran lässt jungen Mann hinrichten | Aktuell Asien | DW

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Die Hinrichtung des 25-jährigen Arman Abdolali war mehrfach verschoben worden – nun wurde sie im Morgengrauen im Radschai-Schahr-Gefängnis nahe Teheran vollzogen, wie die Webseite der Justizbehörde Mizan Online berichtet. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International war Abdolali im Dezember 2015 wegen Mordes schuldig gesprochen worden, nachdem seine Freundin im Jahr zuvor verschwunden war. Nach Einschätzung von Amnesty beruhte der Prozess auf einem Geständnis, das durch Folter erzwungen worden war.

Der Leichnam des Mädchens ist nie gefunden worden. Abdolali widerrief sein Geständnis später.

Auch Deutschland setzte sich für Abdolali ein   

Das Todesurteil gegen den jungen Mann sorgte international für Empörung. Menschenrechtsgruppen wiesen darauf hin, dem Iran sei es durch internationale Konventionen verboten, jemanden für ein Verbrechen hinzurichten, das er als Jugendlicher unter 18 Jahren begangen hat. Auch Deutschland setzte sich für Abdolali ein. Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, rief die iranische Führung auf, die Hinrichtung zu stoppen.

Nach China ist der Iran das Land mit der zweithöchsten Zahl an Hinrichtungen weltweit. Laut der Organisation Iranische Menschenrechte (IHR) in Oslo wurden in den vergangenen zehn Jahren 64 jugendliche mutmaßliche Straftäter hingerichtet. Laut Amnesty gab es allein im Jahr 2020 im Iran insgesamt 246 Hinrichtungen.

se/as (afp, amnesty.de)




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