Iran verhängt Lockdown und Fahrverbot | Aktuell Nahost | DW

Iran verhängt Lockdown und Fahrverbot | Aktuell Nahost | DW

0 Von


Im Kampf gegen eine fünfte Corona-Welle im Iran in Zusammenhang mit der hochansteckenden Delta-Variante Virus hat der iranische Corona-Krisenstab einen landesweiten Lockdown verhängt. Alle Geschäfte und Büros außerhalb des lebensnotwendigen Alltagsbedarfs müssen von Montag an bis Samstag, den 21. August, landesweit geschlossen bleiben, berichtet das staatliche Fernsehen. Das heißt, alle Basare, Märkte, Kinos, Fitnessstudios und Restaurants und auch alle Behörden müssen für den Publikumsverkehr schließen.

Zudem werde von diesem Sonntag an bis zum 27. August ein Fahrverbot erlassen. Ausgenommen davon sind Lastwagen, die Lebensmittel und lebenswichtige Güter transportieren, sowie Krankenwagen.

Iran Coronavirus l Gesundheitswesen überlastet

Das iranische Gesundheitswesen ist mit den vielen Corona-Kranken überfordert

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA konnte sich das Gesundheitsministerium nicht mit der Forderung nach einem zweiwöchigen Lockdown durchsetzen. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung entsprechenden Forderungen aus wirtschaftlichen Erwägungen eine Absage erteilt. Sie wollte weiteren Schaden für die Wirtschaft verhindern. Jetzt wird mit kurzen und einschneidenden Maßnahmen die Notbremse gezogen.

Das Gesundheitsministerium meldete am Samstag mehr als 460 Tote und fast 30.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer hoch ist. Nur knapp vier Prozent der rund 83 Millionen Einwohner sind bislang vollständig geimpft, hauptsächlich mit russischen und chinesischen Vakzinen. Es gibt auch einen im Iran entwickelten Imfpstoff, “COVIran Barekat”. Das Präparat wurde von der halbstaatlichen Stiftung Setad entwickelt. Laut iranischer Regierung bietet der Impfstoff  einen 85-prozentigen Schutz vor dem Coronavirus. Allerdings wurden keine Daten oder Einzelheiten genannt. 

Iranischer Präsident erhält Corona-Impfung

Präsident Ebrahim Raisi bei der Corona-Schutzimpfung, laut Präsidialamt mit “COVIran Barekat” (Archivbild)

Der Iran ist von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen, auch weil US-Sanktionen die Wirtschaftskrise verschärft und die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben.

Empfehlung:   Reisewarnung für europäische Länder endet Mitte Juni | Aktuell Europa | DW

Bislang hatten es die iranischen Behörden vermieden, das Land komplett in einen Lockdown zu schicken. Strenge Vorschriften gab es in der Corona-Pandemie bislang befristet nur für Teilbereiche des Landes, vorrangig für den Großraum Teheran.

qu/jj (rtr, dpa, ap)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.