Iran zu Gesprächen mit der IAEA bereit | Aktuell Welt | DW

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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) werde sich Anfang April mit Vertretern Teherans zunächst auf Ebene technischer Experten treffen, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in Wien mit. Er hoffe, bis zum Sommer Klarheit zu schaffen.

Der Iran habe einem “fokussierten und systematischen” Aufklärungsprozess über sein Atomprogramm zugestimmt, erklärte Grossi vor Journalisten weiter. Er hoffe, dass die Gespräche trotz der derzeitigen iranischen Einschränkungen für Inspektionen der IAEA-Experten vorankommen. “Ich bin Berufsoptimist”, sagte Grossi weiter.

Ermutigende Signale aus Teheran

Angesichts dieser neuen Entwicklung legten Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihre geplante Resolution zu Verstößen des Iran gegen das Internationale Atomabkommen auf Eis. Der Text werde beim Gouverneursrat der IAEA doch nicht zur Abstimmung gestellt, sagten Diplomaten in Wien.

“Die Dinge gehen in die richtige Richtung und wir hatten diese Woche positive Signale, besonders in den letzten paar Tagen”, war aus französischen Diplomatenkreisen zu vernehmen. IAEA-Chef Grossi habe “Initiativen gestartet”, zudem habe der Iran “ein wenig guten Willen” gezeigt, hieß es ebenfalls aus Diplomatenkreisen der Atomenergiebehörde.

Atompakt auf der Kippe

Grossi hatte sich in seinem jüngsten Iran-Bericht tief besorgt gezeigt, dass das Land keine Erklärung zur Herkunft von Uran-Partikeln liefere, die Aufschluss über geheime Aktivitäten in der Vergangenheit geben könnten. Im vergangenen Jahr seien an zwei Orten Partikel gefunden worden. Ähnliche Fragen zu einem dritten Fundort habe Teheran seit 18 Monaten nicht beantwortet.

Die Weigerung Irans, Auskunft zu geben, hatte den Streit um das Atom-Programm des Landes noch weiter angeheizt. Der Iran hat es bislang abgelehnt, an informellen Gesprächen zur Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens von 2015 teilzunehmen, das die USA unter Präsident Donald Trump einseitig aufgekündigt hatten. Sein Nachfolger Joe Biden will in das Abkommen zurückehren, verlangt jedoch, dass Teheran vor einer Aufhebung der Sanktionen die Vereinbarungen von Wien aus dem Jahr 2015 wieder einhält. Dagegen macht der Iran die Aufhebung der US-Strafmaßnahmen zur Vorbedingung dafür, dass das Land sich wieder in vollem Umfang an das Abkommen hält.

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qu/wa (dpa, afp, rtr)




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