Iranischer Öltanker vor syrischer Küste angegriffen | Aktuell Nahost | DW

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“Mindestens drei Syrer wurden getötet, darunter zwei Mitglieder der Besatzung”, erklärte Rami Abdel Rahman, der Leiter der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Angriff entfachte demnach auf dem Schiff ein Feuer. Es sei unklar, wer die Attacke durchgeführt habe. Man wisse auch, nicht “ob dies ein israelischer Angriff war”, sagte Abdel Rahman der Nachrichtenagentur AFP. Er fügte hinzu, dass “der iranische Tanker aus dem Iran kam und nicht weit vom Hafen Banias entfernt war”.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldet unter Berufung auf das Ölministerium des Landes, der Angriff sei offenbar durch eine “Drohne aus der Richtung libanesischer Gewässer” erfolgt. Einer der Tanks sei dabei in Brand geraten. Das Feuer sei inzwischen gelöscht. 

Gefährliches Pflaster Banias

Banias liegt in der Provinz Tartus, die von den Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad kontrolliert wird. Es sei der erste Angriff dieser Art auf einen Öltanker gewesen, erklärte der Chef der Beobachtungsstelle. Die Banias-Raffinerie sei jedoch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen gewesen. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Seit Beginn des Syrien-Krieges vor zehn Jahren hat Israel wiederholt Ziele in Syrien beschossen. Vielfach gelten die Luftangriffe auch Stellungen iranischer Kämpfer und der libanesischen Hisbollah-Bewegung. Iran ist ein wichtiger Verbündeter Assads. Israel will unter anderem verhindern, dass sich sein Erzfeind in Syrien festsetzt.

Die US-Zeitung “Wall Street Journal” hatte im März unter Berufung auf Beamte der USA und aus dem Nahen Osten berichtet, dass Israel seit Ende 2019 mindestens ein Dutzend Schiffe angegriffen habe, die nach Syrien unterwegs waren und meist iranisches Öl transportierten.

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kle/ml (afp, dpa, sana.sy)

 




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