Israel beschuldigt Iran nach Tankerangriff | Aktuell Nahost | DW

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Israel beschuldigt den Iran, hinter einem tödlichen Anschlag auf einen Öltanker vor der Küste des Omans zu stecken. Die Islamische Republik sei „nicht nur ein israelisches Problem, sondern ein Exporteur von Terror, Zerstörung und Instabilität, die uns allen schaden“, schrieb Israels Außenminister Jair Lapid auf Twitter. Er habe gegenüber Großbritanniens Außenminister Dominic Raab auf die Notwendigkeit hingewiesen, scharf zu reagieren.

Bei dem Angriff auf den Tanker „MT Mercer Street“ im nördlichen Indischen Ozean waren am Donnerstag zwei Menschen an Bord getötet worden. Es handele es sich um einen Briten und einen Rumänen, teilte die in Großbritannien sitzende Betreiberfirma Zodiac Maritime mit, die dem israelischen Milliardär Ejal Ofer gehört.

Hinweise auf drohnenähnlichen Angriff

Das Schiff befand sich demnach auf dem Weg vom tansanischen Daressalam nach Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe der Tanker keine Fracht an Bord gehabt. US-Marinesoldaten seien der Besatzung nach einem Notruf zu Hilfe geeilt. Dem US-Militär zufolge gibt es „klare“ Hinweise auf einen Angriff mit Drohnen oder ähnlichen Flugobjekten.

Italien | Israelischer Außenminister Yair Lapid zu besuch in Rom

„Zerstörung und Instabilität, die uns allen schaden“: Israels Außenminister Jair Lapid (Archivbild)

Der iranische Staatssender Al-Alam berichtete unter Berufung auf „informierte regionale Kreise“, die Attacke sei eine „Antwort auf einen kürzlich erfolgten israelischen Angriff“ auf einen syrischen Flughafen gewesen. Weitere Angaben machte der Sender nicht.

Folge von Attacken

In der Golfregion gibt es immer wieder Anschläge auf Schiffe, die Experten als Teil eines Schattenkrieges zwischen Israel und dem Iran werten. Analysten der auf maritime Sicherheit spezialisierten Beratungsfirma Dryad Global erklärten, der jüngste Vorfall sei bereits der fünfte, der Schiffe mit einer Verbindung zu Israel betreffe.

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Erst Anfang Juli war ein Frachtschiff attackiert worden, das laut Medienberichten zuvor im Besitz von Zodiac Maritime gewesen sein soll. Ähnliche Angriffe gab es im Februar und April, und jedes Mal beschuldigte Israel den Iran. Im April war auch ein iranischer Frachter bei einer Explosion im Roten Meer leicht beschädigt worden. Nach Informationen der „New York Times“ ging dies auf das Konto Israels. Beide Länder sind miteinander verfeindet. Die Islamische Republik hat Israel bisher nicht anerkannt und bestreitet dessen Existenzrecht.

jj/sti (dpa, afp)




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