Israel fasst zwei der palästinensischen Ausbrecher | Aktuell Nahost | DW

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Zwei der sechs palästinensischen Ausbrecher sind wieder in Polizeigewahrsam. Nach einem Hinweis von Anwohnern wurden sie in der überwiegend von Arabern bewohnten Stadt Nazareth im Norden Israels gefasst. Die beiden Männer hätten um Essen gebeten, berichten israelische Medien. In einer Erklärung der Polizei heißt es, die Verdächtigen seien mit einem Hubschrauber verfolgt worden. Bei ihrer Festnahme hätten sie keinen Widerstand geleistet.

Mitglieder der militanten Gruppe Islamischer Dschihad

Bei den beiden handelt es sich laut Polizei um Jacub Kadari, 49, und Mahmud Aradeh, 46. Beide sind Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad und beide sind zu lebenslanger Haft verurteilt, wie die israelische Zeitung “Haaretz” schreibt.

Schwer bewaffnete israelische Soldaten

Israelische Soldaten an einem Sicherheitszaun im Westjordanland

Aradeh gilt auch als Drahtzieher des spektakulären Ausbruchs. Er saß seit 1996 im Gefängnis, da er für mehrere tödliche Anschläge auf Israelis verantwortlich war. Ein weiterer prominenter Ausbrecher ist der frühere Anführer der militanten Al-Aksa-Brigaden in Dschenin, Sakaria Subeidi.

Die sechs Palästinenser waren am Montag durch einen selbst gegrabenen Tunnel aus der Haftanstalt Gilboa im Norden Israels geflohen. Seitdem läuft eine Großfahndung. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland ab und setzte eine intensive Suche nach den geflohenen Häftlingen in Gang.

Polizisten schauen sich das Loch im Boden an

Israelische Polizisten begutachten den Ausgang des Tunnels vor der Gefängnismauer

Die israelische Polizei geht laut “Haaretz” davon aus, dass sich die übrigen vier Gefangenen nicht mehr auf israelischem Gebiet befinden. Der Geheimdienst vermutet, dass sie ins Westjordanland geflüchtet sind. 

se/ml (afp, rtr, ap, haaretz)




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