Israel greift Gazastreifen auch mit Bodentruppen an | Aktuell Nahost | DW

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Zunächst war unklar, ob sich bereits Bodentruppen im Gazastreifen befinden. Dies sei nicht der Fall, teilte die Armee inzwischen mit. Es habe ein internes Kommunikationsproblem gegeben.

Das israelische Fernsehen berichtete, es sei der bisher heftigste Angriff auf den Küstenstreifen seit Beginn der Eskalation am Montag. Es gebe massive Aktionen der Luftwaffe sowie von Artillerie und Panzertruppen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte in einer Videobotschaft: “Ich habe gesagt, dass die Hamas einen sehr hohen Preis zahlen wird.” Man werde die Angriffe mit großer Intensität fortsetzen. Das letzte Wort sei “noch nicht gesprochen”, und die Operation werde “so lange wie nötig weitergehen”. 

Die Armee rief Israelis in den Grenzorten, die bis zu vier Kilometer vom Gazastreifen entfernt leben, dazu auf, sich bis auf Weiteres in Schutzräume zu begeben. Verteidigungsminister Benny Gantz hatte zuvor angesichts der Eskalation die Mobilisierung von weiteren 9000 Reservisten genehmigt. Vor zwei Tagen hatte die Armee bereits 5000 Reservisten mobilisiert. Nach Medienberichten bereitete sich die Armee zuletzt auf eine mögliche Bodenoffensive vor.

Palästinenser setzen Raketenangriffe fort

Militante Palästinenser setzten am Donnerstag ihre heftigen Raketenangriffe auf israelische Bevölkerungszentren fort. Auch am Abend wurden erneut zahlreiche Städte beschossen, darunter Aschkelon, Aschdod und Modiin. Auch in die Richtung des internationalen Flughafens bei Tel Aviv wurden Raketen abgefeuert.

Israel Ashkelon | Abgefuerte Raketen aus dem Gazastreifen

Auch die Stadt Aschkelon wurde mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen

Im Gazastreifen wurden laut dem Gesundheitsministerium seit der Eskalation der Gewalt 109 Menschen getötet. In Israel starben nach offiziellen Angaben bislang acht Menschen bei Raketenangriffen.

UN-Sicherheitsrat will am Sonntag beraten

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll sich am Sonntag mit dem Nahost-Konflikt befassen. Die virtuelle Sitzung sei auf Antrag von China, Norwegen und Tunesien für 16 Uhr MESZ angesetzt worden, teilten Diplomaten bei den UN in New York mit. Auch die USA, die die Absage einer für Freitag geplanten Sicherheitsratssitzung bewirkt hatten, seien einverstanden.

Es wäre die dritte Sitzung des UN-Gremiums zur Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern binnen einer Woche. Bei den zwei vorherigen Sitzungen hatte es keine Einigung auf eine gemeinsame Erklärung gegeben. Dies lag Teilnehmern zufolge an den USA, die eine Verurteilung ihres Verbündeten Israel ablehnten.

gri/AL (dpa, afp, rtr)
 




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